https://www.faz.net/-gqe-9n3b0

In Berlin Schönefeld : Luftfahrtmesse ILA wohl bis 2030 gesichert

  • Aktualisiert am

Jets der spanischen Patrulla Aguila fliegen auf der Internationalen Luftfahrtaustellung ILA ein Element ihrer Flugshow. Bild: dpa

Berlin und Brandenburg haben sich offenbar darauf geeinigt, entstehende Verluste aus der Messe künftig gemeinsam zu tragen. Damit scheint der Weg für eine Fortführung des internationalen Events geebnet.

          1 Min.

          Die Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld hat voraussichtlich eine Zukunft. Berlin und Brandenburg haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur grundlegend darüber geeinigt, die erwarteten Verluste künftig gemeinsam zu tragen. Dies waren die entscheidenden Streitpunkte bei der Frage, ob es nach der nächsten Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) 2020 noch weitere Ausgaben geben kann. Besucher müssen sich aber darauf einstellen, dass es ab 2022 weniger Flugschauen gibt.

          „Nach unserem Kenntnisstand haben sich Berlin und Brandenburg auf einen Letter of Intent verständigt“, sagte Volker Thum, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI). „Damit ist die Grundlage für eine Rahmenvereinbarung zur Durchführung der ILA von 2022 bis 2030 geschaffen.“

          Bislang musste die Berliner Messe für die defizitäre Leistungsschau geradestehen. Messechef Christian Göke ist dazu nicht mehr bereit, aus seiner Sicht profitiert vor allem die Luftfahrtindustrie in Brandenburg. Nun wollten Berlin und Brandenburg halbe-halbe machen, ist zu hören.

          Thum sagte: „Wenn die Welt der Luft- und Raumfahrt nach Berlin kommt, hat dies enorme positive Auswirkungen auf die ganze Region, die über betriebswirtschaftliche Überlegungen weit hinausgehen.“ Indes erwarten die Partner dem Vernehmen nach, dass auch der BDLI einen Teil der Last trägt, indem er etwa bei Zahlungen für Markenrechte Abstriche macht.

          Die Luftfahrtmesse lockt alle zwei Jahre Zehntausende Privat- und Fachbesucher nach Schönefeld. Fluggesellschaften besiegeln dort Millionengeschäfte.

          Weitere Themen

          Nicht vom Bitcoin narren lassen!

          FAZ Plus Artikel: Unsichere Anlage : Nicht vom Bitcoin narren lassen!

          Die Verheißungen der populärsten Krypto-Anlage sind unerfüllbar, seine Makel werden unterschätzt. Warum der Bitcoin mehr Spuk als Spielerei ist und auch in der Nachhaltigkeit versagt. Ein Gastbeitrag.

          Topmeldungen

          Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige Präsident Donald Trump mit anderen Regierungschefs bei einem G7-Treffen im Sommer 2018

          Bundestagswahlkampf : Deutschland wählt den EU-Anführer

          In ganz Europa schauen die Menschen auf die Bundestagswahl, weil sich dort viel entscheidet. Die Deutschen hingegen interessieren sich fast nur für Innenpolitik. Ein Fehler.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.