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Nach erfolgreicher Testphase : Ikea wird bundesweit zum Second-Hand-Händler

  • Aktualisiert am

Ab dem 15. Juli 2019 kaufe IKEA in allen Einrichtungshäusern in Deutschland gebrauchte IKEA Möbel zurück. Hier steht eine Frau vor einer Ikea-Mitarbeiterin und tauscht etwas um. Bild: obs

Ab kommender Woche will Ikea in allen deutschen Filialen gebrauchte Möbel kaufen und wieder verkaufen. Bargeld bekommen die Kunden für ihre alte Einrichtung allerdings nicht.

          Ikea-Kunden können künftig an allen Standorten in Deutschland gebrauchte Möbel zurückgeben und bekommen dafür eine Guthabenkarte. Das Einrichtungshaus teilte am Montag mit, das sogenannte Zweite-Chance-Programm werde ab dem 15. Juli bundesweit ausgerollt. Zuvor war es in den Einrichtungshäusern in Siegen, Kaarst, Würzburg, Hannover/Expo-Park sowie Berlin-Lichtenberg getestet worden. Der seit September laufende Rückkauf-Test sei gut verlaufen.

          Die Second-Hand-Möbel werden in Zukunft zusammen mit Ausstellungstücken und Retouren in der „Fundgrube“ weiterverkauft. Für den Rückkauf akzeptiert Ikea nur Möbel in gutem Zustand. Kunden können über die Website prüfen, ob ihr Artikel in Frage kommt und welchen Preis sie erwarten können. In der Fundgrube sind die Möbel laut Unternehmen zum Rückkaufpreis plus Mehrwertsteuer erhältlich. Einen weiteren Preisaufschlag soll es nicht geben. 

          Billy-Regal, Kommoden und Kleinmöbel

          Beim Test seien vor allem Klassiker wie das Billy-Regal, Kommoden und Kleinmöbel wie Stühle beliebt gewesen. Die meisten Produkte hätten innerhalb von zwei Tagen einen neuen Besitzer gefunden. Besonders groß sei das Interesse in Berlin gewesen. Wie viele Möbel während der Testphase zurückgekauft wurden, gab das Unternehmen nicht preis.

          Ziel sei es, einen Beitrag für die Umwelt die leisten, betonte Dennis Balslev, Geschäftsführer von Ikea Deutschland, bereits zum Start der Testphase im September gegenüber der F.A.S. Ikea-Möbel sollen demnach mehr als eine Familie aushalten. Gleichzeitig wolle man Kunden abermals in die Filialen und zum Kauf neuer Produkte locken. Dafür würden bewusst Guthabenkarten statt Bargeld ausgegeben.

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