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Flüchtlingshilfe : Ikea produziert 10.000 Notunterkünfte

  • Aktualisiert am

Eine Mitarbeiterin der UNHCR stellt einen Prototyp der Notunterkunft im Libanon vor. Bild: AP

Weltweit finden Millionen von Menschen Zuflucht in Flüchtlingscamps. Herkömmliche Notunterkünfte bieten dabei wenig Schutz vor Wind und Wetter. Ikeas neustes Produkt soll das jetzt ändern.

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          Mehr als 35 Millionen Menschen weltweit. Das ist die Zahl der Flüchtlinge, denen die UNHCR, die Flüchtlingsorganisation der vereinten Nationen, bereits hilft. Untergebracht in Notunterkünften haben die Flüchtlinge wenig Schutz vor Unwettern und Kälte, die all zu oft typisch sind für die Regionen der Flüchtlingscamps.

          Ikeas neue Flüchtlingsunterkünfte sollen dem entgegenwirken. In Zusammenarbeit mit UNHCR hat der Möbelbauer eine Notunterkunft entwickelt. Die 17 Quadratmeter große Hütte soll fünf Personen Platz bieten. Wie der „Weburbanist“ berichtet, will Ikea nun 10.000 dieser Unterkünfte produzieren und verschiffen.

          Drei Jahre haltbar

          Seit dem Jahr 2013 hat IKEA 40 Prototypen getestet. Jetzt fühlen sich die Schweden bereit, den finalen Entwurf in die Massenproduktion zu geben. Als Kosten hat der Möbelbauer rund 880 Euro pro Stück veranschlagt.

          Herkömmliche Notunterkünfte sind laut „Weburbanist“ nicht für eine langfristige Nutzung gedacht. Trotzdem übersteige deren Nutzungsdauer den gedachten Zeitraum um das Sechsfache. Schuld daran ist er hohe Bedarf. Wind, Regen und Kälte setzen den Behausungen dann so zu, dass sie für die Flüchtlinge unbewohnbar werden.

          Die entwickelte Hütte soll dementsprechend robuster sein als die bisherigen Unterkünfte. Ikea verspricht eine Haltbarkeit von drei Jahren. Unter anderem soll die Hütte besser isoliert sein als die jetzigen Hütten. Eine Solarzelle auf dem Dach sorgt außerdem für ein Mindestmaß an Strom. 

          Dabei soll der Aufbau weder Werkzeuge noch Sprachkenntnisse voraussetzen. Ikea liefert wie bei seinen sonstigen Produkten eine Bedienungsanleitung und die benötigten Werkzeuge mit. Der Konzern verspricht dadurch einen einfachen Aufbau.

          Die Notunterkunft ist nicht das erste gemeinsame Projekt zwischen UNHCR und Ikea. So sind seit 2010 mehr als 157 Millionen Euro über die „Ikea foundation“ in diverse Hilfsprojekte der UNHCR geflossen.

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