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Gig Economy : Ikea kauft Vermittler von Möbelaufbau-Helfern

  • Aktualisiert am

Mit den Einzelteilen überfordert? Ikea will für Abhilfe sorgen. Bild: dpa

Keine Lust auf Inbusschlüssel-Drehen? Da hat Ikea künftig Abhilfe: Die Möbelkette hat ein Start-up der „Gig Economy“ gekauft, das Arbeitskräfte für kleine Tätigkeiten vermittelt. Vor allem: Zum Ikeamöbel-Zusammenbauen.

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          Haben Sie auch schon mal damit gekämpft, ein „Billy“-Regal aufzubauen? Dann wird Ihnen der neueste Unternehmenskauf von Ikea ziemlich folgerichtig erscheinen: Die schwedische Möbelkette will es nun nämlich ihren Kunden einfacher machen, Arbeitskräfte zu engagieren, die beim Zusammenbau der frisch gekauften Möbel helfen.

          Ikea übernimmt dafür das Start-up Task Rabbit, einen Vermittler von Arbeitskräften für kleine Aufgaben. Ein Kaufpreis wurde am Donnerstag nicht genannt. Task Rabbit ist bisher in 40 amerikanischen Städten und außerhalb des Heimatmarkts nur in London aktiv. In der britischen Hauptstadt hatten die beiden Firmen schon seit dem vergangenen Jahr in einem Pilotprojekt die Vermittlung von Leuten für den Zusammenbau von Ikea-Möbeln getestet. Nach der Übernahme soll die bisherige Task-Rabbit-Chefin Stacy Brown-Philpot, eine frühere Google-Managerin, das Geschäft weiterführen.

          Task Rabbit ist ein Pionier der sogenannten „Gig Economy“, bei der Arbeitskraft für kleinere Aufträge statt fester Arbeitsverhältnisse vermittelt wird. Ein typisches Beispiel sind zum Beispiel Online-Plattformen für Zustelldienste. Es gibt aber auch alles von Putzhilfe über Rasenmähen bis zu Handwerker-Aufgaben. Die Montage von Ikea-Möbeln soll auch bisher schon eine oft nachgefragte Aufgabe gewesen sein.

          60.000 Arbeitskräfte auf der Plattform

          Dem Technologieblog „Recode“ zufolge, das zuvor über den Ikea-Deal berichtet hatte, nahm Task Rabbit in den vergangenen neun Jahren 50 Millionen Dollar von Investoren ein und war zuletzt profitabel. Zuletzt seien rund 60.000 Arbeitkräfte auf der Plattform gewesen.

          Zugleich fokussierte sich Task Rabbit nie tiefergehend auf einzelne Aufgaben - und die Nischen wurden erfolgreich von spezialisierten Anbietern ausgefüllt, etwa bei Fahr- oder Lieferdiensten. In dieser Situation hatte Task Rabbit schon im Frühjahr erklärt, man prüfe Übernahmeangebote.

          Der Vormarsch der „Gig Economy“ schürt in den Vereinigten Staaten zugleich soziale Sorgen, weil es in ihr weder Jobsicherheit noch Zahlungen im Krankheitsfall oder Urlaubsgeld gibt.

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