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IG Metall rügt PSA-Chef : „Tavares demotiviert Mitarbeiter von Opel“

Optimierer unter sich: PSA-Chef Tavares (links) und Opel-Chef Lohscheller Bild: Reuters

Der Autobauer Opel erreicht seine Renditeziele viel schneller als gedacht. Doch dem obersten Chef reicht das nicht, er macht neue Sparvorgaben. Das erzürnt die IG Metall. Sie stellt ihrerseits Forderungen.

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          Die IG Metall wirft dem Chef der Opel-Mutter PSA, Carlos Tavares, vor, die Mitarbeiter des Tochterunternehmens zu demotivieren. Obwohl Opel im Juli einen Rekordgewinn für ein erstes Halbjahr vorgelegt hat, verlangt der Manager aus Frankreich, die Produktionskosten in Rüsselsheim weiter zu senken.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Gewerkschaft fordert dagegen von Opel und PSA, Investitionszusagen einzuhalten. Es sei alarmierend, wenn Mitarbeiter das Unternehmen trotz des mit der IGMetall im August 2018 geschlossenen Zukunftstarifvertrags scharenweise verließen. Viele Mitarbeiter seien in Sorge um den Produktionsstandort.

          Verkaufszahlen „katastrophal“

          Ein Grund ist die auslaufende Produktion des kleinen Familien-Vans Zafira, ein anderer sind die Verkaufszahlen des am Stammsitz gebauten und als Flaggschiff apostrophierten Mittelklassemodells Insignia. „Die sind katastrophal“, meinte ein Gewerkschafter.

          Opel wird in diesem Jahr eine Gewinnspanne von sechs Prozent vom Umsatz erwirtschaften – sieben Jahre früher als ursprünglich geplant, wie Opel-Chef Michael Lohscheller sagt. Doch dem Vorstandsvorsitzenden der Muttergesellschaft PSA reicht das noch lange nicht. Die Tochter sei auf dem richtigen Weg, doch „es bleibt viel zu tun“.

          Lohscheller wiederum teilte auf der IAA vor Journalisten mit, PSA erwarte höhere Renditen. Er selbst sehe trotz des erheblichen Fortschritts bei der Profitabilität noch Luft nach oben.

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