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3-Prozent-Beteiligung : Amerikanischer Hedgefonds steigt bei Deutscher Bank ein

  • Aktualisiert am

Die Zentrale Deutschen Bank im Frankfurter Bankenviertel Bild: dpa

Die Deutsche Bank hat einen neuen Aktionär. Der bezeichnet das größte deutsche Geldhaus als „missverstanden und unterbewertet“.

          Ein aktivistischer amerikanischer Hedgefonds hat die jüngste Kursschwäche der Deutschen Bank genutzt und ist bei den Frankfurtern eingestiegen. Die Hudson Executive Capital LP, angeführt von dem früheren JP-Morgan-Finanzvorstand Douglas Braunstein, habe in den vergangenen Monaten einen 3,1 Prozent-Anteil an der Deutschen Bank aufgebaut, teilte der Fonds dem „Wall Street Journal“ (Donnerstag) mit.

          Die Beteiligung ist rund 620 Millionen Dollar wert. Der Fonds steigt damit zu einem der fünf größten Aktionäre der Deutschen Bank auf. Top-Aktionäre sind weiterhin der amerikanische Vermögensverwalter Blackrock (5,3 Prozent), das Emirat Qatar (6 Prozent) und der chinesische Mischkonzern HNA (7,6 Prozent), der seine Beteiligung allerdings mittelfristig abbauen will. Unter den größten Aktionären befindet sich zudem der amerikanische Finanzinvestor Cerberus mit einem Anteil von drei Prozent. Die Aktie der Deutschen Bank legte am Donnerstag deutlich zu, sie lag am Mittag 2,25 Prozent im Plus.

          In dem Interview bezeichnete Braunstein die Deutsche Bank als „missverstanden und unterbewertet“.  Er beschäftigt sich nach eigenen Worten bereits seit 2017 mit einem möglichen Engagement bei dem Institut. Die Bank hatte Ende Oktober zum ersten Mal seit 2014 für das Gesamtjahr wieder einen Gewinn in Aussicht gestellt. Konzernchef Sewing hatte im April den glücklosen Briten John Cryan abgelöst und dem Institut eine Rosskur verordnet, die den Abbau Tausender Stellen, den teilweisen Rückzug aus Amerika und aus dem Aktienhandel vorsieht. Zudem hat Sewing den Sparkurs seines Vorgängers massiv verschärft und dreht jeden Euro zweimal um.

          Braunstein lobte Sewing mit deutlichen Worten: „Wir hätten dieses Investment nicht gemacht, wenn wir nicht denken würden, dass er der Richtige für diesen Job ist.“ Die vom neuen Bank-Chef Christian Sewing eingeleitete Restrukturierung sei „richtig“.  Das Transaktionsgeschäft, Teil des Investmentbankings, bezeichnete er zudem als „Kronjuwel“.

          DT. BANK

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          Einem potenziellen Zusammenschluss der Deutschen Bank mit der Commerzbank steht der Hedgefondsmanager eher reserviert gegenüber. Die Deutsche Bank habe genügend „eigene Kraft“, um ohne eine solche Fusion auszukommen. Er selbst sei nicht bei der Commerzbank engagiert.

          Die Deutsche Bank begrüßte den Einstieg Hudsons in einer ersten Reaktion. „Doug Braunstein und Hudson Executive haben große Erfahrung mit Finanzdienstleistungsunternehmen. Wir schätzen das Vertrauen von Hudson Executive in das Management unserer Bank und in unsere Strategie“, sagte Sewing. 

          Hudson Executive Capital würde 2015 gegründet und bezeichnet sich selbst als aktiven und konstruktiven Investor. Der Fonds verwaltet rund 1,4 Milliarden Dollar. 

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