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Huawei aus China : Dieser Mann ist der Apple-Schreck

Der Steve Jobs Chinas: Huaweis Geschäftsführer Richard Yu Bild: EPA

Unter Mao durfte Richard Yu als Kind nicht zur Schule gehen. Nun hat der Chef des Smartphoneherstellers Huawei das iPhone hinter sich gelassen. Wie hat er das geschafft – trotz amerikanischer Wirtschaftsbarrieren?

          3 Min.

          Nein, nein, nein, es geht nicht darum, Apple zu überholen. Richard Yu, Jahrgang 1969, sitzt in der Konzernzentrale des chinesischen Smartphoneherstellers Huawei und grinst. Zehn Monate ist es gerade mal her, da hat er getönt, bis 2018 werde er mehr Telefone verkaufen als Apple. Doch davon will der Chinese an diesem Septembertag des vergangenen Jahres nichts mehr wissen. „Ist nicht so wichtig!“, ruft Yu im Gespräch mit der F.A.Z. Der Mann trägt Nadelstreifenanzug, sein Englisch ist eine Katastrophe. Macht nichts, Richard Yu lächelt Sprachbarriere und Geschwätz von gestern einfach weg: „Wir wollen nicht mehr verkaufen als Apple, wir wollen das beste Produkt!“

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Hätte Yu doch nicht der Wankelmut ergriffen. Es ist gekommen, wie er einst angekündigt hat: Der Hersteller Huawei aus dem südchinesischen Shenzhen, dessen Telefone vor sechs Jahren kaum jemand außerhalb der Volksrepublik kannte, hat Apple überholt. Laut dem Analysehaus IDC hat Huawei im vergangenen zweiten Quartal 54 Millionen Smartphones verkauft. Apple verkaufte 13 Millionen iPhones weniger.

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