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Sparpläne : Zu teure Banker

  • -Aktualisiert am

Die Großbank HSBC streicht 25.000 Arbeitsplätze. Auch andere Banken müssen die Personalkosten drücken. Bald wird wohl auch die Deutsche Bank wieder den Rotstift ansetzen.

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          Banker leben gefährlich in diesen Tagen. Seitdem die Finanzkrise tiefe Löcher in die Bilanzen gerissen hat und manche ertragreiche Geldquelle durch strengere Regeln versiegt ist, müssen Banken rund um die Welt die Personalkosten drücken. Die Ankündigung des größten europäischen Geldhauses HSBC, bis zu 25.000 Stellen zu streichen, steht in einer langen Reihe.

          Die Royal Bank of Scotland, Barclays, die UBS – sie alle haben ihr Investmentbanking zuletzt deutlich verkleinert oder sind noch dabei. Und nicht nur in Teilen des Kapitalmarktgeschäfts schwinden die Erträge. Im Brot- und- Butter-Geschäft mit den Privatkunden setzt die Konkurrenz im Internet die Banken unter Druck, ganz zu schweigen vom Niedrigzins. Angesichts der mauen Erträge müssen auch die Kosten runter.

          Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch bei der Deutschen Bank wieder der Rotstift angesetzt wird. Dort kostet jeder Mitarbeiter im Schnitt 127.000 Euro im Jahr, bringt aber nur 32.000 Euro Gewinn. Der Nachfolger von Anshu Jain an der Spitze, John Cryan, gilt als harter Sanierer. Ein Grund für seine Berufung ist, dass die Investoren ihm zutrauen, die Kosten bis spätestens 2020 um 3,5 Milliarden Euro zu drücken. Analysten haben schon vorgerechnet, dass ein solches Ziel nur mit dem Abbau von gut 10.000 Stellen erreicht werden dürfte.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

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