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Hotels : "Fünfzig Jahre Warteliste sind zu lang"

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Die Anteilsscheine des nach eigenen Angaben europäischen Marktführers für Ferienressorts sollen künftig handelbarer werden. Am 21. Juni sollen dazu in der Generalversammlung des Schweizer Unternehmens mit einem sehr großen deutschen Kundenstamm Details bekannt gegeben werden.

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          Die Anteilsscheine des nach eigenen Angaben europäischen Marktführers für Ferienressorts sollen künftig handelbarer werden. Am 21. Juni sollen dazu in der Generalversammlung des Schweizer Unternehmens mit einem sehr großen deutschen Kundenstamm Details bekannt gegeben werden. Bisher konnten satzungsgemäß nur 10 Prozent der Aktien, die einen gegenwärtigen Ankaufswert von 9100 Schweizer Franken besitzen, wieder von der Gesellschaft zurückgekauft werden. Die Anteilsscheine, vom Unternehmen bezeichnenderweise "Produkte" genannt, garantieren nach einem Punktesystem das Nutzungsrecht in den 60 Ferienressorts mit seinen 5500 Appartements und Hotelzimmern in 18 Ländern Europas und in den Vereinigten Staaten. Doch die schwierige Veräußerung der Papiere erwies sich für das Unternehmen als Hürde, neue Kunden zu gewinnen.

          Neue Rolle als Vermittler

          Deshalb plant das Unternehmen künftig als Vermittler zwischen den 135 000 Hapigmag Partnern gegen Entgelt aufzutreten und damit eine weitere Handelsplattform für die Anteilsscheine aufzubauen. "Wir kippen die Unendlichkeit für die Partner", sagte Kurt Scholl, CEO der Gesellschaft in Frankfurt. Denn das Wohnrecht für die Ferienanlagen gilt quasi unendlich. Dazu kommen noch ein Jahresbeitrag von jährlich 285 Franken, sowie bei Nutzung eines Appartements oder Hotelzimmers noch Nebenkosten, die sich nach Saisonzeit sowie der Qualität der Anlage richten. Zusätzliche Kosten entstehen durch die Verpflegung in den einigen Restaurants und den Geschäften, die bei Feriendomizilen angeboten und von der Gesellschaft betrieben werden.

          Bei einem Durchschnittalter der Aktienbesitzer von 59 Jahren, seien viele nicht mehr in der Lage oder willens, die Wohnrechte zu nutzen und würden gerne sich von ihren Aktien trennen. Scholl beschreibt dies mit dem Satz: "Bei Hapimag steht ein Generationenwechsel an". Doch die Satzung erlaubt bisher nur den Rückkauf von 10 Prozent der Aktien, die die Gesellschaft im Veräußerungsbestand hat. Eingeführt wurde diese Regel bei der Gründung im Jahr 1963 als Schutz für das Unternehmen, das damit Ressorts erwirbt und bewirtschaftet. Bei gegenwärtig 4000 Aktien im Bestand der Aktiengesellschaft bedeutete dies eine maiximale Rückkaufquote durch das Unternehmen von 400 Stück, wobei rund 21 000 Aktien von bis zu 6000 Partnern auf der Rückkaufliste stehen. Würde dieses Verfahren beibehalten, dann "gilt eine 50 Jahre lange Warteliste unter den gegenwärtigen Prämissen", sagte Scholl. Veräußerte ein Besitzer seine Aktie, so mußte er einen Abschlag von 18 Prozent auf den aktuellen Aktienpreis akzeptieren. Für Anteilseigner, die 1984 "Produkte" für 1200 Schweizer Franken erwarben, ein durchaus akzeptables Geschäft, meint Scholl, weil der durchschnittliche Verkaufspreis bei 5600 Franken liege. Aber dem wachsenden Angebot an Verkaufswilligen steht eine deutlich geringere Zahl von potentiellen Käufern gegenüber. Sogar mit Zeitungsanzeigen bieten hapimagmüde Aktienbesitzer ihre Papiere an oder stellen sie Online bei e-bay zum Verkauf.

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