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Homepod : Apples Langeweile

  • -Aktualisiert am

Das technische Nachziehen ist zum Markenzeichen der Ära von Apple-Chef Tim Cook geworden. Für ein Unternehmen mit einer Kriegskasse im dreistelligen Milliardenbereich ist das zu wenig.

          Was haben eine Toilettenrolle und Apples neuer Lautsprecher gemein? Mehr, als man denkt: „Stellt sich heraus, dass ich schon einen Homepod besitze“, schreibt einer auf Twitter und postet darunter Fotos der beiden Produkte, denen Ähnlichkeiten nicht abzusprechen sind.

          Der böse Tweet bringt Apples Probleme auf den Punkt. Das Design seiner Computer, Musikspieler und Handys war früher über jeden Zweifel erhaben und galt als einmalig und originell. Heute können es Konkurrenten genauso gut.

          Und für neue Produkte lässt sich der iPhone-Konzern sehr lange Zeit. Heraus kommt dann nicht die große Überraschung, das berühmte „one more thing“. Sondern etwas, das andere längst anbieten: eine Smartwatch, ein „intelligenter“ Lautsprecher.

          Die gepflegte Langeweile, das technische Nachziehen, es ist zum Markenzeichen der Ära von Jobs-Nachfolger Tim Cook geworden. Für ein Unternehmen mit einem gigantischen Forschungsetat und einer Kriegskasse im dreistelligen Milliardenbereich ist das zu wenig. Noch geht es Apple geschäftlich glänzend. Aber nicht nur Nokia-Manager könnten Cook davon erzählen, wie schleichend ein Unternehmen vom Weg des Erfolgs abkommen kann.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

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