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Hohe Auflagen für Fusion von E-Plus und Telefónica : Monopolkommission fordert mehr Wettbewerb im Mobilfunk

Bild: dpa

Wettbewerbsökonomen sehen die geplante Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland (O2) kritisch. Damit der Wettbewerb auch nach der Fusion funktioniere, müsse sichergestellt werden, dass es in Deutschland weiterhin vier Anbieter auf dem Mobilfunkmarkt gebe.

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          Die deutsche Monopolkommission erwartet von der Europäischen Kommission sehr weitgehende Auflagen für die geplante Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland (O2), damit der Wettbewerb keinen Schaden nimmt. Dazu müsse es auch nach der Fusion vier Anbieter auf dem deutschen Mobilfunkmarkt geben, sagte ihr Vorsitzender Daniel Zimmer der F.A.Z.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Mit abstrakten Zugeständnissen und Angeboten sei es dabei nicht getan. Nach Auffassung der Monopolkommission müssten die Brüsseler Kartellwächter ihre Freigabe an die Bedingung knüpfen, dass Telefónica einen Käufer präsentiert, der „einen wesentlichen Teil der Geschäftsaktivitäten“ übernimmt. „Bevor der Zusammenschluss vollzogen werden kann, müsste garantiert sein, dass dieser Erwerber als neuer vierter Anbieter auftreten kann“, meinte Zimmer. Der Verengung des Marktes auf drei etwa gleich große Anbieter steht die Monopolkommission schon deshalb sehr kritisch gegenüber, weil mit E-Plus ausgerechnet das Unternehmen verschwinden würde, das den Markt bisher am stärksten aufgemischt hat. Auch in der Kommission gibt es Bedenken. Sie hatte deshalb schon im Dezember eine vertiefende Prüfung der Übernahme eingeleitet, die sich Telefónica 8,6 Milliarden Euro kosten lassen will. Durch den Zusammenschluss entstünde der nach Kundenzahlen größte deutsche Mobilfunkanbieter. Eine Entscheidung soll bis zum 23. Juni fallen.

          Ein erstes Paket von Zugeständnissen, mit dem Telefónica im April auf die Kommission zugegangen war, reichte den Wettbewerbshütern nicht aus. Inzwischen hat der Konzern sein Angebot nach Angaben eines Sprechers „nachjustiert“. Zum Inhalt äußerten sich weder die Kommission noch die beteiligten Unternehmen. Erwartet wird, dass das fusionierte Unternehmen einen Teil seiner Funkfrequenzen wird abgeben müssen. Die Marke „E-Plus“ wird nach einer Fusion wohl endgültig vom Markt verschwinden. Für Vertragskunden bliebe es dann bei der Marke „Base“. Auch das sich teils überlappende Angebot an Prepaid-Marken müsste neu zugeschnitten werden, hieß es aus Unternehmenskreisen. Eine endgültige Entscheidung über das künftige Markenportfolio steht allerdings noch aus. „Dafür ist es zu früh. Wir stecken noch mitten im Freigabeverfahren“, sagte ein Sprecher.

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