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Österreichische Bank : Höheres Kreditrisiko für RBI

Zentrale der Raiffeisenbank International in Wien Bild: Picture-Alliance

Das Volumen der ausgereichten Darlehen ist deutlich gestiegen. Nicht zuletzt das hat dazu beigetragen, dass der Anteil der faulen Kredite gefallen ist.

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          Faule Kredite und Kreditrisikokosten sind sensible Gradmesser für Geldhäuser. Im Fall der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI) ist bei zuletzt rasantem Kreditwachstum der Anteil fauler Kredite an der Gesamtzahl der Darlehen von 2,6 auf 2,1 Prozent weiter gesunken. Wie das zweitgrößte Institut des Landes am Donnerstag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte, ist dagegen die Kreditrisikovorsorge von 166 Millionen Euro auf 234 Millionen gestiegen. Vor allem aber ist das Volumen der vergebenen Kredite des stark in Osteuropa engagierten Unternehmens insgesamt deutlich gestiegen: Die Kundenkredite haben um fast 13 Prozent auf 91,2 Milliarden Euro zugenommen.

          Michaela Seiser
          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Ungeachtet des starken Anstiegs werden die Kreditrisikokosten weiter als sehr niedrig beschrieben. Das harte Kernkapital (CET1-Quote) bezifferte das Management zum Jahresende auf 13,9 nach 13,4 Prozent vor Jahresfrist. Der Konzerngewinn sank um 3,4 Prozent auf 1,227 Milliarden Euro und die Eigenkapitalrendite auf 11 nach 12,6 Prozent. Den Aktionären des mehrheitlich österreichischen Raiffeisenlandesbanken gehörenden Instituts wird eine Anhebung der Dividende von 93 Cent auf ein Euro in Aussicht gestellt. Die Anleger quittierten die Entwicklung mit Zukäufen. Mit aktuelle gut 22 Euro ist der Kurs allerdings weit von seinem Allzeithoch von weit mehr als 100 Euro entfernt.

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