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Neue Sicherheitsfreigabe : Amazon kennt bald alle Geheimnisse des Pentagons

  • Aktualisiert am

Nicht nur das Pentagon nutzt die Cloud-Dienste von Amazon, auch Luftwaffe und Navy gehören zu den Kunden. Bild: AFP

Die amerikanische Regierung findet den Internet-Riesen Amazon vertrauenswürdig. Künftig darf das Unternehmen hochsensible Daten des Verteidigungsministeriums speichern.

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          Das amerikanische Verteidigungsministerium möchte künftig noch mehr Daten auf den Servern von Amazon speichern. Der Internet-Gigant bekam vom Pentagon eine Hochsicherheits-Freigabe und kann nun sein Cloud-Service-Angebot für das Ministerium ausweiten, wie die Financial Times berichtet.

          Die Firma gab gestern bekannt, dass das Pentagon die Freigabe gewährt hatte, weil Amazon „die strikten Sicherheits- und Compliance-Anforderungen“ des Verteidigungsministeriums erfülle. Laut Amazon nutzen bereits 600 Abteilungen der amerikanischen Regierung das Cloud-Angebot, darunter die Luftwaffe und die Navy. Durch die nun erteilte Freigabe für besonders sensible Sicherheitsbereiche hofft das Unternehmen auf weitere Aufträge. „Wir wollen auch weiterhin die Sicherheit und Zuverlässigkeit unseres Angebots demonstrieren, sodass weitere Abteilungen des Verteidigungsministeriums unsere Cloud nutzen können“, sagte die Vize-Präsidentin von Amazon-Web-Services, Teresa Carlson, der „FT“.

          Risikolos ist die Entscheidung des Pentagons jedoch nicht. In den vergangenen Jahren gab es vereinzelte Ausfälle, während denen Websites von Amazon-Kunden vorübergehend unbrauchbar waren. Im Pentagon möchte man sich offenbar auch nicht vollkommen auf Amazon verlassen: In diesem Monat startete das Ministerium einen eigenen Cloud-Dienst. Momentan reichen dessen Kapazitäten jedoch offenbar noch nicht aus, um die Datenmengen der Behörden zu bewältigen.

          Beim Cloud-Computing lagern Unternehmen oder Behörden einen großen Teil ihrer Daten auf die Server externer Anbieter aus. Das soll in erster Linie Geld sparen, denn die Kunden zahlen immer nur für den tatsächlich genutzten Speicherplatz, eigene Reserven müssen sie nicht mehr vorhalten.

          Die Sparte ist ein wachsender Geschäftsbereich bei Amazon. Analysten der Unternehmensberatung Macquarie Capital erwarten für das kommende Jahr einen Umsatz von 8,1 Milliarden Dollar, im laufenden Jahr sollen es 5,3 Milliarden werden. 2013 setzte Amazon den Schätzungen zufolge 3,4 Milliarden Dollar mit seinem Cloud-Service um.

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