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Rhein zu niedrig und zu warm : Hitze zwingt BASF zur Drosselung der Produktion

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Der Produktionsstandort des Chemieriesen BASF ist zur Dämmerung hell erleuchtet. Bild: dpa

Erst kamen die Kraftwerke, nun folgt Deutschlands größter Chemiekonzern: Durch die Hitze muss BASF in Ludwigshafen die Produktion zurückfahren. Lieferengpässe sind möglich.

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          Der Chemiekonzern BASF muss wegen des Niedrigwassers im Rhein seine Produktion drosseln. Ausmaß und finanzielle Folgen bezifferte das Unternehmen am Freitag nicht. Das Stammwerk in Ludwigshafen gilt als größtes zusammenhängendes Chemieareal der Welt, dort – unmittelbar am Rhein – arbeiten fast 40.000 Menschen.

          Mit einem Anteil an den Warentransporten von 40 Prozent spielt die Binnenschifffahrt nach Angaben des Konzerns die wichtigste Rolle in der Logistik. Momentan können die Schiffe wegen des Niedrigwassers nur etwa ein Drittel der Höchstladung transportieren. Um dieselbe Menge anzulanden, fahren deshalb zurzeit mehr Schiffe das Werk an, immerhin funktioniert der Schiffsverkehr aber noch.

          Kühlwasser wird knapp

          Größere Probleme bereitet dem Konzern, dass die Wasserentnahmemenge aus dem Rhein unter anderem für Kühlzwecke behördlich limitiert ist. Zudem sei auch die Wiedereinleittemperatur des Kühlwassers begrenzt worden. „Um diese Vorgaben einzuhalten, muss BASF die Produktion am Standort Ludwigshafen sukzessive anpassen.“

          Das Werk benötigt jährlich gut 1 Milliarde Kubikmeter Flusswasser zur Kühlung der Anlagen und für Produktionszwecke. Bei weiter sinkendem Pegel müsse auch der Warentransport per Schiff eingeschränkt werden. Mit Blick auf die Wetter- und Pegelprognosen bereite BASF in Absprache mit den Kunden die Verlagerung auf alternative Verkehrsträger vor, also Bahn und Lastwagen. In Einzelfällen könne es auch zu Lieferengpässen kommen.

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