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Werkzeughersteller : Metabo wird japanisch

Metabo-Winkelschleifer Bild: Hersteller

Der schwäbische Elektrowerkzeughersteller Metabo wechselt den Besitzer. Künftig wird Metabo Teil eines japanischen Branchenriesens.

          Der Elektrowerkzeug-Spezialist Metabo hat einen neuen Eigentümer: Hitachi Koki, eine Tochtergesellschaft des Hitachi-Konzerns mit Sitz in Tokio übernimmt das schwäbische Unternehmen, dessen 1800 Mitarbeiter im vergangenen Jahr einen Umsatz von 374 Millionen Euro erwirtschafteten. „Für uns ist das eine Partnerschaft auf Augenhöhe“, erklärt Osami Maehara, Chef der Hitachi Koki Co. Ltd., die im vergangenen Jahr mit 5000 Beschäftigten einen Umsatz von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro erzielte. „Unser klares Ziel ist es, in Europa signifikant zu wachsen. Diesem Ziel kommen wir durch die Akquisition von Metabo einen sehr großen Schritt näher“, wird Maehara in einer Mitteilung von Metabo zitiert.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Geplant sei, Metabo als eigenständige Marke und auch als „Unternehmen im Unternehmen“ mit der entsprechenden Selbständigkeit zu führen. Auch das Management um den Vorstandsvorsitzenden Horst Garbrecht und Finanzvorstand Eric Oellerer sollen übernommen werden.

          Synergien werde es durch Mengenvorteile im Einkauf, ein dichtes Logistik- und Vertriebsnetz und große Ressourcen im Bereich Forschung und Entwicklung geben. Den Standort Nürtingen (bei Stuttgart) sehe Hitachi als „hervorragende Möglichkeit“, näher an die europäischen Märkte heranzurücken. Auch in den Anwendermärkten sieht man Ergänzungen.

          Während Hitachi mit schweren Bohr- und Meißelhämmern im Baugewerbe stark ist, hat Metabo seine Kunden eher in der Metallverarbeitung sowie im Bereich Ausbau und Renovierung. Vor gut drei Jahren hatte der französische Finanzinvestor Chequers Capital im Wege einer Kapitalerhöhung die Mehrheit an dem schwäbischen Traditionsunternehmen erworben.

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