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Fusion der Pharma-Konzerne : Clinton und Trump beschimpfen Pfizer

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Der amerikanische Steuerzahler ist der Dumme, findet Hillary Clinton angesichts Pfizers neuester Übernahme. Donald Trump sieht das genauso. Bild: AP

Haben Hillary Clinton und Donald Trump überhaupt etwas gemeinsam? Ja, beide finden den neuesten Übernahmeplan des Pharmakonzerns Pfizer schlecht.

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          Hillary Clinton und Donald Trump haben ausweislich unzähliger öffentlicher Auftritte nach allgemeiner Wahrnehmung eigentlich nur eine Gemeinsamkeit: Beide wollen das mächtigste politische Amt der Welt - das des amerikanischen Präsidenten. Nun hat sich, wohl eher zufällig, eine zweite Gemeinsamkeit zwischen den beiden so verschiedenen Persönlichkeiten herausgestellt: Beide finden nicht in Ordnung, was der riesige Pharmakonzern Pfizer (Viagra) gerade unternimmt.

          Der schickt sich an, in einer rund 160 Milliarden Dollar umfassenden Transaktion den Hersteller Allergan (Botox) zu übernehmen. Dadurch würde, soviel ist sicher, ein neuer Weltmarktführer in der Pharmabranche entstehen.

          Ab nach Irland

          Aber einer, den so derzeit weder die demokratische Ex-Präsidentengattin und Außenministerin noch der republikanische Milliardär gutheißen (wollen). Besonders nehmen die beiden daran Anstoß, dass der Firmensitz der des Unternehmens außerhalb der Vereinigten Staaten liegen soll.

          Clinton sagte, wegen der Nutzung von Schlupflöchern sei der „US-Steuerzahler der Dumme“. Trump kritisierte die Pläne als „widerlich“. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass auch in den Vereinigten Staaten alles andere als unüblich ist, dass sich Politiker in Unternehmensentscheidungen einmischen - oder zumindest öffentlich Stimmungen kanalisieren.

          Und immerhin sind Clinton und Trump nicht irgendwelche Aspiranten: Beide sind nach aktuellen Umfragen die wahrscheinlichsten Kandidaten ihrer jeweiligen Partei für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.

          Pfizer und Allergan hatten am Montag angekündigt, die Übernahme festgezurrt zu haben. Teil der Abmachung ist, dass zumindest auf dem Papier der Firmensitz in die Allergan-Heimat Irland verlagert werden soll; dort gelten niedrigere Unternehmenssteuern als in den Vereinigten Staaten. Gesteuert wird der Konzern hingegen weiter aus New York.

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