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Investor 777 will Anteile : Hertha BSC wird amerikanisch

  • Aktualisiert am

Unternehmer Lars Windhorst im Mai Bild: dpa

Ein US-amerikanisches Finanzunternehmen will die Hertha-Anteile von Investor Lars Windhorst übernehmen. Der umtriebige Investor hält bislang rund zwei Drittel an der ausgegliederten Profi-Abteilung.

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          Ein ausländischer Investor soll die Mehrheit an der ausgegliederten Profi-Abteilung des Bundesliga-Klubs Hertha BSC übernehmen: Die amerikanische Private-Equity-Gesellschaft 777 Partners LLC will die Beteiligung von Lars Windhorst erwerben.

          Der expandierende Sportinvestor erklärte sich bereit, Windhorsts Tennor Holdings ihren Anteil in Höhe von 64,7 Prozent an der Profi-Abteilung zu übernehmen, wie er in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung des Vorstands von Hertha BSC und der DFL.

          375 Millionen Euro hatte Windhorst gezahlt

          „Wir verkaufen unsere Hertha-Anteile an einen renommierten internationalen Fußball-Investor, der an das Multi-Club-Ownership-Modell glaubt und es aktiv und erfolgreich auf der ganzen Welt entwickelt“, erklärte Windhorst in der Pressemitteilung zum Deal. Hertha BSC werde nicht nur von der Finanzstärke von 777 profitieren. Der Investor bringe auch „viel Professionalität, großes Fachwissen und ein beeindruckendes internationales Netzwerk von Fußballvereinen“ mit, sagte Windhorst.

          Zum Fußball-Portfolio von 777 gehören unter anderem Genoa C.F.C. in Italien, Standard de Liege in Belgien sowie Red Star FC in Frankreich und Sevilla FC in Spanien. Ebenfalls investiert ist er bei Vasco da Gama in Brasilien und Melbourne Victory FC in Australien.

          Wie viel er für seine Anteile bekommen wird, hatte Windhorst nicht sagen wollen, als er am Mittwoch beim Wirtschaftsgipfel der „Süddeutschen Zeitung“ das Zustandekommen eines Deals bekanntgab. Für seine Anteile hatte er über mehrere Runden letztlich insgesamt rund 375 Millionen Euro gezahlt und angekündigt, diesen Preis auch beim Weiterverkauf aufrufen zu wollen. Der sportliche Erfolg blieb in der Zeit aus und nach zahlreichen Streitereien hatte er Anfang Oktober erklärt, sein Investment bei Hertha zu beenden und seine Anteile zu verkaufen. Windhorst war zuletzt vorgeworfen worden, eine israelische Spionagefirma angeheuert zu haben, um den ehemaligen Hertha-Präsidenten Gegenbauer zu Fall zu bringen.

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