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Unternehmergespräch : „Für schlechte Waffeln ist das Leben zu kurz“

Süßes aus Südtirol: Ulrich Zuenelli und Andreas Loacker führen den Waffelhersteller Loacker in Unterinn mit Blick auf den Schlern in den Dolomiten. Bild: Thiemo Heeg

Loacker gehört zu den größten Anbietern von Waffeln. Die Südtiroler verbinden Heimat und Internationalisierung auf eine ganz besondere Weise.

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          Dass Winzer und Weintrinker aus dem Rebensaft gern eine Wissenschaft machen, ist be­kannt. Da werden eine Vielzahl von Geschmacksnoten identifiziert, Re­benböden analysiert und Lagen und Jahrgänge spezifiziert. Weniger bekannt ist, dass das auch für Süßes funktioniert. Wenn schon Trauben so eingehend er­forscht werden, warum dann nicht auch Nüsse? Haselnüsse gehören schließlich zu den wichtigsten geschmacksgebenden Inhaltsstoffen etwa von Neapolitanerwaffeln.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Einer der größten Hersteller sitzt in Südtirol und hat sich genau dieser Frage angenommen. „Ich war von der Idee begeistert und habe gesagt: Das müssen wir unbedingt haben“, sagt Andreas Loacker, der das gleichnamige Unternehmen gemeinsam mit seinem Cousin führt. Ulrich Zuenelli kümmert sich in erster Linie um das Geschäftliche, Loacker um das Ge­schmackliche. Deshalb hat der 53 Jahre alte Manager vor geraumer Zeit ein Projekt mit der Universität Perugia angestoßen. Das Forschungsziel: zu ergründen, welchen Einfluss der Boden auf eine bestimmte Haselnusssorte und den Geschmack hat. Man will wissen, welche Sorten auf welchen Böden am besten gedeihen.

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