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Krankenhauskette : Helios-Chef: Vorsorglich Betten frei halten nicht nötig

Francesco De Meo, 56, der Chef des Krankenhausbetreiber Helios Health, in Lederjacke und T-Shirt in der Firmenzentrale in Bad Homburg Bild: Helmut Fricke

Francesco De Meo ist Chef der größten Klinikkette Europas. Gegen die Angst vor dem Coronavirus empfiehlt er: Fakten, Fakten, Fakten.

          8 Min.

          Eine Quizfrage zum Anfang. Wer hat in der vergangenen Woche am wenigsten dem gängigen Klischee entsprochen? Drei Kandidaten stehen zur Auswahl. Ist es der Spitzenmanager mit mehr als 100.000 Angestellten, der ohne Chauffeur und Sekretärin auskommt? Der Familienvater Mitte fünfzig, der sich eine großflächige Tätowierung auf Bauch und Rücken stechen lässt? Oder der Krankenhaus-Chef, der trotz steigender Corona-Infektionszahlen nicht Alarm schlägt wegen knapp werdender Intensivbetten oder mangelnder Pflegekräfte und der auch nicht nach zusätzlichem Geld für seine Kliniken verlangt, sondern zu Zuversicht und Eigenverantwortung aufruft?

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ganz gleich, welche der drei Verhaltensweisen man nun für besonders ungewöhnlich hält: In diesem Quiz läuft die Antwort immer auf ein und dieselbe Person hinaus. Es ist Francesco De Meo, der Vorstandsvorsitzende des Gesundheitsanbieters Helios Health. Kein anderer Manager im Land gebietet über mehr Krankenhäuser als er; mit knapp 90 Kliniken in Deutschland und 50 weiteren in Spanien ist Helios sogar der größte private Krankenhausbetreiber in ganz Europa. Das ist schon in anderen Zeiten eine außergewöhnliche Position. Aber erst recht in diesem Corona-Jahr.

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