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Heinz Hermann Thiele : Vom Sachbearbeiter zum Milliardär

Heinz Hermann Thiele im Jahr 2018 Bild: Jens Gyarmaty

Heinz Hermann Thiele gehörte zur Garde von Unternehmern, die ein Imperium geschaffen haben. Der Tod hat ihn aus seiner letzten großen Aufgabe gerissen.

          6 Min.

          Heinz Hermann Thiele wollte keine Verantwortung mehr tragen. Er wollte nach Jahrzehnten harter Arbeit als Unternehmer und als „Besessener“ seine Zeit anders verbringen – vor allem mit seiner Frau, mit den schönen Dingen des Lebens wie Kultur, Architektur, Design oder Ausflügen in die Natur. Er lebte gesünder, achtete diszipliniert auf die richtige Ernährung. Die vielen Probleme und Nachteile im persönlichen, familiären sowie gesundheitlichen Bereich sollten Vergangenheit sein. „Ich arbeite sehr gerne, aber ich muss auch endlich Freiräume für mich persönlich schaffen; das hat nichts mit Geld zu tun, sondern mit dem Überleben als Mensch.“

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Heinz Hermann Thiele hatte in einem seiner wenigen Interviews vor mehr als eineinhalb Jahren gegenüber der F.A.Z. unerwartet offen und reflektiert Bilanz gezogen. Altersmilde klang durch, als hätte er Lehren aus dem Erlebten gezogen. Nichts von dem war da in seiner sanften, sonoren Stimme und in der freundlichen Mimik zu erkennen, für das er viele Jahre in der Öffentlichkeit stand: ein autoritärer, dominierender Patriarch zu sein, knallhart, machtbewusst und, wie Kritiker meinten, mitunter rücksichtslos.

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