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Haushaltsgeräte : Siemens und Bosch beenden jahrzehntelange Kooperation

  • Aktualisiert am

Siemens-Chef Joe Kaeser bei der Halbjahres-Pressekonferenz im Mai Bild: dpa

Seit den sechziger Jahren bauen Siemens und Bosch zusammen Staubsauger, Kühlschränke und Waschmaschinen. Nun haben die beiden Konzerne das Ende ihrer Gemeinschaftsfirma angekündigt. Bosch macht künftig alleine weiter, Siemens plant mit dem Geld einen Milliarden-Zukauf in Amerika.

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          Der Industriekonzern Siemens hat den Ausstieg aus der jahrzehntelangen Haushaltsgeräte-Kooperation mit Bosch angekündigt. Bosch werde für drei Milliarden Euro den 50-Prozent-Anteil von Siemens an dem Gemeinschaftsunternehmen BSH übernehmen, teilten die beiden Konzerne in der Nacht auf Montag mit. Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat von Bosch sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat von Siemens hätten der Transaktion zugestimmt. Vor der Transaktion erfolge eine zusätzliche Ausschüttung in Höhe von jeweils 250 Millionen Euro von BSH an Siemens und Bosch. Dem Verkauf müssen noch die Kartellbehörden zustimmen.

          Zeitgleich gab Siemens bekannt, den amerikanischen Kompressoren-Hersteller Dresser-Rand für umgerechnet etwa 5,8 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Dies erklärte Siemens in der Nacht zum Montag in einer Ad-hoc-Mitteilung. Der Aufsichtsrat von Siemens habe der Entscheidung des Vorstands zugestimmt, mit Dresser-Rand zu vereinbaren, alle ausgegebenen und ausstehenden Aktien von Dresser-Rand im Zuge eines freundlichen Übernahmeangebots zu übernehmen. Das Angebot betrage 83 Dollar je Aktie in bar und entspreche einem Gesamtwert von rund 7,6 Milliarden Dollar.

          Dresser-Rand habe seinen Aktionären einstimmig empfohlen, das Übernahmeangebot von Siemens anzunehmen, hieß es weiter. Siemens erwartet, dass die Transaktion bis zum Sommer 2015 abgeschlossen werde. Mit seinem Angebot an Kompressoren, Dampf- und Gasturbinen sowie Motoren sei Dresser-Rand ein weltweit führender Anbieter für die Öl- und Gas-, Prozess- und Energieindustrie sowie andere Branchen in den weltweiten Energie-Infrastrukturmärkten. Dies ergänze das bestehende Siemens-Portfolio, insbesondere für die weltweite Öl- und Gasindustrie sowie für die dezentrale Energieerzeugung, erklärte Siemens.

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