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Entwicklung in Russland : „Wir können den Impfstoff früher zulassen“

Nahaufnahme einer Kanüle mit Tropfen und Spritze (Symbolbild) Bild: Picture-Alliance

Russland will schon bald einen Impfstoff gegen das Coronavirus präsentieren. Kirill Dmitrijew, Chef des Russian Direct Investment Fund, hat ihn an sich selbst erprobt – und glaubt, im September könnten die Massenimpfungen losgehen.

          3 Min.

          Herr Dmitrijew, der russische Staatsfonds, den Sie leiten, investiert in die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus. Russlands Gesundheitsminister Michail Muraschko hat kürzlich bekanntgegeben, dass die klinischen Studien beendet seien und das Zulassungsverfahren eröffnet. Dabei steht die entscheidende, dritte Testphase mit mehreren tausend Teilnehmern noch aus. Sie haben den Stoff sich selbst, Ihrer Frau und Ihren Eltern schon im Juni injizieren lassen. Was macht Sie so sicher, dass der russische Impfstoff ungefährlich ist?

          Katharina Wagner

          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Meine Eltern sind Molekularbiologen, und sie verstehen den wissenschaftlichen Hintergrund des Impfstoffs. Und ich selbst auch. Das Besondere ist, dass es sich um eine leicht veränderte Version zweier früher in Russland entwickelter Impfstoffe handelt: ein Impfstoff gegen das Ebolavirus, der (in Russland, Anm. d. Red.) schon zugelassen ist und den dasselbe Institut vor sechs Jahren entwickelt hat; das andere ein Impfstoff gegen das Mers-Virus (Middle East Respiratory Syndrom, ebenfalls ein Coronavirus, Anm. d. Red.) von vor zwei Jahren. Diese beiden Impfstoffe wurden in groß angelegten klinischen Studien auf Sicherheit und Effektivität getestet. Und damit hat Russland einen Vorteil, den manche im Westen gerne übersehen: Wir nutzen eine schon bekannte Plattform für unseren Impfstoff. Deshalb habe ich mich damit impfen lassen und es meinen 74 Jahre alten Eltern auch empfohlen.

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