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Aufschwung für Cannabis : Hanfhändler im Goldrausch

  • -Aktualisiert am

Hochkonzentriertes Wachs und getrocknete Blüten der Hanf-Pflanze Bild: Getty

Die Legalisierung von Marihuana gerät zum Riesengeschäft. Dort tummeln sich Kiffer, Investoren und Scharlatane, die vom „green rush“ profitieren.

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          Ein exquisit gekleidetes Ehepaar kichert leise und beugt sich tief über die Vitrinen. Ein älterer Herr fragt, wo die Schlange zum Anstehen beginnt. Glasfront, hohe Decke, Tische aus hellem Holz: Die Ausstattung von „The Source“ in Las Vegas erinnert viel mehr an einen Apple-Laden als eine Kiffer-Höhle. Und genauso sieht wohl die Zukunft im Marihuana-Geschäft aus, das nicht wenige schon für das nächste große Ding halten. Die Einzelhändler bedienen präzise das Lifestyle-Segment, das Publikum entstammt allen Ethnien, allen Altersgruppen und allen sozialen Schichten.

          Der Gattungsbegriff für die Marihuana-Läden am Rand von Downtown Las Vegas lautet „Dispensary“, eine leicht antiquierte Bezeichnung für Werks- oder Krankenhausapotheke. In Nevada lässt sich Marihuana seit Juli 2017 als Genussmittel kaufen. Die Läden selbst heißen neben „The Source“ auch „Med Men“ oder „The Apothecary Shoppe“. Mit großen Plakaten werben sie am Las Vegas Strip um potentielle Kunden. Hier zeigt sich das Produkt, das die Leute heute ungefähr so fasziniert wie vor zehn Jahren das erste iPhone.

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