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Einzelhändler unzufrieden : Handelsverband: Weihnachtsgeschäft läuft schleppend

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Im Vergleich zum Vorjahr erwartet der HDE ein reales Minus für das Weihnachtsgeschäft. Bild: dpa

Das Weihnachtsgeschäft stehe unter dem Eindruck der Energiekrise, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Am ersten Adventswochenende habe sich das Geschäft jedoch belebt.

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          Trotz eines Lichtblicks am ersten Adventswochenende läuft das Weihnachtsgeschäft für den deutschen Einzelhandel bisher schleppend an. Die Mehrheit der Unternehmen ist mit der Umsatzentwicklung in der letzten Novemberwoche unzufrieden, während sich ein knappes Drittel der Befragten mit den Umsätzen zufrieden zeigt, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Sonntag zu einer Erhebung unter 400 Firmen erklärte. „Das Weihnachtsgeschäft steht unter dem Eindruck der Energiekrise“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Branche bekomme die Verunsicherung der Verbraucherinnen und Verbraucher zu spüren. „Zu beobachten ist aber auch eine deutliche Belebung des Geschäfts am ersten Adventswochenende.“

          Besser lief es demnach bei Handelsunternehmen aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Kosmetik und Lebensmittel. Zu den beliebtesten Produkten zählten Smartphones, Weihnachtsdekoration, Pullover und Strickwaren, Schmuck und Gutscheine. Einen Grund für den durchwachsenen Verlauf der letzten November-Woche sieht der HDE in den niedrigen Kundenfrequenzen, die mit der Pandemie eingebrochen seien. „Bis heute haben sich die Besucherzahlen nicht erholt“, betonte Genth. Mit Blick auf die Zeit bis zum Jahreswechsel zeigen sich 20 Prozent der Befragten zuversichtlich.

          „Die Monate November und Dezember sind traditionell die umsatzstärksten Monate im Einzelhandel – viele Händlerinnen und Händler sind auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft angewiesen“, erklärte Genth. Der HDE erwartet für November und Dezember einen Gesamtumsatz von mehr als 120 Milliarden Euro. Das wäre zum Vorjahr ein nominales Plus von 5,4 Prozent in der Kasse, aber nach Abzug steigender Preise inflationsbereinigt ein reales Minus von vier Prozent.

          Trotz Kaufkraftverlusten der Kundschaft infolge der hohen Inflation setzt der HDE auf gute Geschäfte rund um Rabattaktionen wie „Black Friday“ und „Cyber Monday“. Die Entwicklung dieser Schnäppchentage laufe mit in die Umfrage ein, sagte eine HDE-Sprecherin. Eine konkrete Bilanz zu den Rabattaktionen gebe es aber noch nicht. Die Prognose für die Umsätze rund um die Aktionstage Ende November lag bei einem Plus von 22 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.

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