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Handel : Metro übertrifft die Erwartungen

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Die Analysten sind positiv überrascht über die Metro-Zahlen Bild: dpa

Der Handelsriese Metro hat 2006 das erfolgreichstes Geschäftsjahr seit fast zehn Jahren hinter sich. Selbst das Sorgenkind Real ist wieder in der Gewinnzone angekommen. Auch im laufenden Jahr will der Konzern einen höheren Gewinn erzielen.

          Der Handelsriese Metro hat 2006 das erfolgreichstes Geschäftsjahr seit fast zehn Jahren hinter sich. Auch für 2007 prognostiziert der Konzern deutliche Steigerungen bei Umsatz und Gewinn. Metro rechne mit einem Umsatzplus zwischen acht und neun Prozent sowie einer Steigerung des Betriebsergebnisses (Ebit) von sechs bis acht Prozent, teilte der Vorstand am Mittwoch mit.

          „2006 war für uns das wachstumsstärkste Jahr seit 1998“, bilanzierte Konzernchef Hans-Joachim Körber auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Metro wolle die Aktionäre „angesichts der guten Geschäftsentwicklung und der erfolgreichen Plazierung der restlichen Praktiker-Anteile“ mit einer auf 1,12 (Vorjahr: 1,02) Euro erhöhten Dividende je Stammaktie beteiligen.

          Erwartungen übertroffen

          Metro hatte auch dank eines florierenden Weihnachtsgeschäfts bei einem um 7,5 Prozent auf rund 60 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 1,98 (1,74) Milliarden erzielt. Bereinigt um die Aufwendungen für die lange mit Verlusten kämpfende Supermarktkette Real stieg das Ebit um knapp zehn Prozent auf 1,91 Milliarden Euro. Der Überschuss nach Anteilen Dritter aus den fortgeführten Aktivitäten verdoppelte sich fast auf 913 (501) Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg - bereinigt um Sondereffekte - um sieben Prozent auf 2,64 Euro.

          Der Konzern übertraf damit die Erwartungen von Analysten, die einen Überschuss von 863 Millionen Euro und ein Ebit von 1,936 Milliarden erwartet hatten. Metro selbst hatte sich ein EPS-Wachstum zwischen fünf und acht Prozent zum Ziel gesetzt.

          Real zurück in der Gewinnzone

          Das Sorgenkind Real konnte Metro zurück in die Gewinnzone führen. Hier stand ein Ebit von 45 Millionen Euro in den Büchern - nach einem Minus von zwölf Millionen im Jahr zuvor. Hier halfen Sondererträge in einer Höhe von 44 Millionen Euro. Die Kaufhof-Warenhäuser, die lange unter dem lahmenden Konsum in Deutschland litten, steigerten das Betriebsergebnis um 18,1 Prozent auf 82 Millionen Euro. Die Elektronikmärkte Media Markt/Saturn konnten beim Ebit um 15,2 Prozent auf 587 Millionen Euro zulegen. Bei den Cash&Carry-Märkten der Metro kletterte das Betriebsergebnis um 9,7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

          Um weiter zu expandieren, will der Konzern 2007 rund 2,5 Milliarden Euro investieren. Die Mittel sollen vor allem für das internationale Wachstum der Cash&Carry-Märkte und der Ketten Media Mark/Saturn eingesetzt werden. Metro setzt vor allem auf Wachstum im Ausland, um noch unabhängiger vom deutschen Heimatmarkt zu werden. In Deutschland sei 2007 angesichts von Steuererhöhungen ein Aufschwung im Handel nur dann zu erwarten, wenn Kaufkraft und Beschäftigung deutlich stiegen, betonte Körber.

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