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Mangel an Halbleitern : Harter Kampf um die Mikrochips

Geplagt vom Chipmangel: Der Standort von MAN in München Bild: Mauritius

Von Traton bis VW: Den Chipmangel bekommen immer mehr Unternehmen mit voller Wucht zu spüren, die sonst viel mehr verkaufen könnten. Es gibt wenig Aussicht auf Besserung.

          3 Min.

          Für die europäische Autobranche wird der Mangel an Mikrochips zu einer immer größeren Belastung. Der Volkswagen-Konzern will in seinem Wolfsburger Stammwerk, der größten Autofabrik der Welt, kommende Woche bis Donnerstag nur noch in der Frühschicht auf Montagelinie 3 arbeiten, wo der VW-Golf vom Band läuft. Alle anderen Bänder stünden still, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Auch die konzerneigene Lastwagen-Holding Traton kämpft mit den Engpässen wichtiger Elektronik-Bauteile und rechnet mit einem Verkaufsdämpfer im zweiten Halbjahr.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Ilka Kopplin
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Angesichts solcher Hiobsbotschaften verstärkt die Vereinigung europäischer Halbleiterhersteller ESIA den Druck auf die Politik, Projekte zur Förderung der Chipindustrie in Europa schneller auf den Weg zu bringen. Es gelte „keine Zeit zu verlieren“, erklärte Hendrik Abma, ESIA-Generaldirektor. Konkret geht es um ein neues „Important Project of Common European Interest“, kurz IPCEI. Solche Vorhaben mit besonderer staatlicher Förderung unter dem Dach der EU-Generaldirektion Binnenmarkt gibt es seit 2018 schon für Mikroelektronik und seit 2019 für Batteriezellen.

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