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Wie kommt Europa voran? : Die schwierige Aufholjagd der Chipindustrie

NXE 3400B-Maschine von ASML: Mit ihr lassen sich per EUV-Technik Strukturen auf einen Siliziumwafer auftragen, die feiner sind als ein Corona-Virus. Bild: Reuters

Halbleiter sind technologisch, wirtschaftlich und auch geopolitisch dramatisch wichtig geworden. Nun tobt die Diskussion, was daraus für Europa folgt.

          5 Min.

          Europas Hoffnung wiegt 180 Tonnen, hat einen Stückpreis von 120 Millionen Euro und stellt elektrische Schaltkreise her, deren Leiterbahnen Tausende mal feiner sind als ein Haar. Ein Meisterwerk der Technik. Es hat die Größe eines kleinen Hauses, arbeitet mit glühend heißem Plasma, extrem kurzwelligem Licht und in luftleeren Räumen. So lassen sich Chips erschaffen, die Strukturen haben, die kleiner und leistungsfähiger sind als alles, was es bislang gab.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.
          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.
          Uwe Marx
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Die EUV-Belichtungsmaschinen der niederländischen ASML-Gruppe sind so komplex und kompliziert, dass es derzeit kaum mehr als hundert Stück von ihnen gibt auf der Welt. Es hat knapp zwanzig Jahre gebraucht, sie zu entwickeln und mehr als zehn Jahre, um sie zu bauen. Heute sind rund 5000 Zulieferer in aller Welt an ihnen beteiligt: Zeiss liefert eine ganz spezielle Optik, Trumpf die Laser, die amerikanische Firma Cymer besondere Lichtquellen und die Eindhovener VDL Groep hochsensible Roboterarme.

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