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Hackerangriffe : Verwundbare Banken

Die Computersysteme der Banken sind oftmals nicht mehr auf dem neuesten Stand. Sollten sie nicht in der Lage sein, sensible Kundendaten oder gar deren Konten zu schützen, könnte das eine neue Finanzkrise auslösen.

          Die Computersysteme der Banken sind oftmals nicht mehr auf dem neuesten Stand. Das macht sie angreifbar für Angriffe von kriminellen Hackern. Das Cyberrisiko kann das Vertrauen in die Finanzbranche in den Grundfesten erschüttern. Sollte die Informationstechnologie (IT) nicht in der Lage sein, sensible Kundendaten oder gar deren Konten zu schützen, kann das eine neue Finanzkrise auslösen.

          In den vergangenen Jahren haben die Cyberattacken auf Banken deutlich zugenommen. Den Hackern gelang es bei der Zentralbank in Bangladesch, 81 Millionen Dollar zu erbeuten. Die Bank des britischen Einzelhändlers Tesco musste 9000 Kunden entschädigen, nachdem Hacker deren Konten leer geräumt hatten. Die IT-Systeme deutscher Banken haben sich zuletzt des Öfteren als anfällig gezeigt. Es gab falsche Kontostände oder man gelangte auf fremde Konten.

          Vor diesem Hintergrund ist es richtig, wenn die Bankenaufseher auf die IT der Banken einen strengen Blick werfen. Sie müssen die Institute darauf verpflichten, ihre Systeme mit höchster Sorgfalt zu pflegen und vor unerwünschten Besuchern zu schützen. Denn im Zeitalter der Digitalisierung und des Online-Bankings machen die IT-Systeme den Markenkern der Banken aus. Sie können sich in der Sicherheit keine Blößen geben. Denn die Folge wäre das Misstrauen der Kunden und damit das Ende der Bank.

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