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Elektrohändler : Hackerangriff auf Conrad

Schriftzug des Elektronikkonzerns Conrad an einer Filiale in München Bild: dpa

Datensätze von knapp 14 Millionen Kunden waren mehrere Monate lang aus dem Internet heraus zugänglich. Vergleichbare Fälle gibt es immer wieder.

          1 Min.

          Der bayerische Elektronikhändler Conrad ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Durch eine Sicherheitslücke in den internen Datenbanken des Unternehmens waren Datensätze von knapp 14 Millionen Kunden über mehrere Monate aus dem Internet heraus zugänglich, teilte das Unternehmen mit. Es handelt sich um Postadressen, teilweise Telefon- und Faxnummern sowie E-Mail-Adressen und von knapp einem Fünftel der betroffenen Kunden auch Kontonummern. Nachdem die Datenpanne bemerkt wurde, schloss Conrad die Sicherheitslücke und informierte die bayerischen Datenschutzbehörden und die Kunden.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das Unternehmen beteuert, dass die Daten nicht offen im Internet vorgelegen hätten, sondern nur mit spezieller Software, die nach Schwachstellen in Datenbanken sucht, auffindbar gewesen seien. Es lägen keine Informationen darüber vor, dass die Hacker tatsächlich Daten abgezapft hätten. Allerdings könne man das auch nicht ausschließen.

          Ähnliche Hackerangriffe auf Unternehmen kommen relativ häufig vor. Einer aktuellen Bitkom-Studie zufolge wurden drei Viertel der deutschen Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Opfer eines Angriffs. Durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage entsteht der deutschen Wirtschaft demnach ein Schaden von gut 100 Milliarden Euro im Jahr. Besonders an diesem Fall ist, dass Conrad aktiv über den Angriff informiert. Zahlreiche Unternehmen machen Attacken dagegen nicht öffentlich, weil ihnen die Sicherheitslücken peinlich sind oder sie fürchten, Schwachstellen offenzulegen.

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