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Statt Kohle : Schwedisches Kraftwerk verbrennt H&M-Kleidung

  • Aktualisiert am

H&M lagert seine Waren in Eskilstuna. Bild: AP

Schweden setzt auf erneuerbare Energie, Kohleverbrennung ist out. Da muss jetzt ein anderer Brennstoff herhalten.

          In puncto Stromerzeugung gilt Schweden als vorbildlich. Schon jetzt stammen 57 Prozent aus regenerativen Energien, so hoch ist der Anteil in keinem anderen Land in der EU. Allein 47 Prozent stammen aus Wasserkraft, ein weiteres Drittel aus Kernkraft. Bis 2040 soll die Stromerzeugung vollständig auf Erneuerbare umgestellt sein. Schon jetzt liegt der Anteil von Kohle, Öl und Gas laut Internationaler Energie-Agentur insgesamt bei nur einem Prozent.

          Auch der Kraftwerksbetreiber Mälarenergi AB hat angekündigt, bis zum Jahr 2020 komplett auf fossile Energieträger verzichten zu wollen. Stattdessen setzt er nun einen auf den ersten Blick ungewöhnlichen Brennstoff ein: unverkäufliche H&M-Kleidung. „Für uns ist das einfach brennbares Material“, sagte Jens Neren von Mälarenergi dem Nachrichtendienst Bloomberg.

          Mälarenergi hat dazu eine Abmachung mit der benachbarten Stadt Eskilstuna abgeschlossen, den Abfall der Stadt zu verfeuern. In der Stadt befinden sich auch die Warenhäuser von H&M. Das Unternehmen beteuert, es werde nur Kleidung verbrannt, die unbrauchbar für den Verkauf sei. Also zum Beispiel Stoffe, in denen Chemikalien gefunden wurden. Insgesamt wurden 15 Tonnen Kleidung in diesem Jahr schon verbrannt – von insgesamt 400.000 Tonnen Müll. Zu seinen Hochzeiten im Jahr 1996 verbrannte das Kraftwerk bis zu 650.000 Tonnen Kohle.

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