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Carsten Breitfeld : Gründer verlässt Elektroauto-Start-up Byton

  • Aktualisiert am

Carsten Breitfeld (r.) geht, Daniel Kircher bleibt. Bild: EPA

Byton ist ein chinesisches Elektroauto-Start-up, das von Deutschen gegründet und geleitet wird. Jetzt verlässt einer der Gründer das Unternehmen und geht offenbar zu einem chinesischen Konkurrenten.

          Das chinesische Elektroauto-Unternehmen Byton baut seine Führungsetage schon wieder um. Mitgründer Carsten Breitfeld verlässt das Unternehmen.

          Erst Ende Januar hatte Byton die Führung neu strukturiert: Breitfeld wurde Aufsichtsratschef und Mitgründer Daniel Kirchert übernahm den Vorstandsvorsitz. Manche sahen darin eine Degradierung Breitfelds, der davor Vorstandsvorsitzender war.

          Byton gibt sich trotzdem zuversichtlich, das selbstgesteckte Ziel zu erreichen, bis Ende dieses Jahres die ersten Autos in China auszuliefern – und im kommenden Jahr dann auch in Europa und Amerika. Das bekräftigte Byton-Chef Kirchert in einer Mitteilung, in der er Breitfeld für seine Arbeit dankte. Weitere Modelle sollen bald folgen. Die Autos sollen teilweise autonom fahren.

          Derweil hat Breitfeld offenbar schon einen neuen Arbeitgeber gefunden: Er soll Chef des chinesischen Konkurrenten Iconiq Motors werden, berichtet das „Handelsblatt“.

          Kirchert und Breitfeld sind ehemalige Manager des Münchner Automobilherstellers BMW. Im Jahr 2016 gründeten sie gemeinsam das Unternehmen Future Mobility Corporation, das die Marke Byton etablieren möchte.

          Byton steht für „Bytes on Wheels“. Der Name soll signalisieren, dass die Autos „Smartphones auf Rädern“ sein sollen und Vernetzung eine große Rolle spielt, eine deutlich größere sogar als Leistung.

          Das Unternehmen hat etwa 1600 Angestellte an sieben Standorten in China, Amerika und Deutschland und ist etwa 4 Milliarden Dollar wert. Die Zentrale befindet sich im chinesischen Nanjing, wo auch die erste Produktionsstätte entsteht; das Designstudio steht in München. Softwareentwicklung und Aktivitäten rund um autonomes Fahren wiederum sind Angaben des Unternehmens zufolge die Aufgabe der Niederlassung im Silicon Valley. Das Autounternehmen wurde angeschoben vom Internetkonzern Tencent und dem Autohändler Harmony aus China sowie dem taiwanischen Auftragsfertiger Foxconn.

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