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Große Investition : Volkswagen und Audi stecken 400 Millionen Euro in Brasilien

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Volkswagen produziert auch in Sao Paulo. Bild: dapd

Volkswagen will die Produktion des neuen Golf vorbereiten, Audi den A3 herstellen: Beide pumpten Hunderte Millionen nach Brasilien - auch weil die Regierung günstige Steuern zugesagt hat.

          Volkswagen und die Tochtergesellschaft Audi wollen zusammen umgerechnet knapp 400 Millionen Euro in Brasilien investieren. Das Geld soll in den Standort im Bundesstaat Parana fließen, sagte ein Sprecher der Provinzregierung. Demnach will Volkswagen 230 Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Produktion des neuen Golf vorzubereiten. Mit weiteren 165 Millionen Euro werde Audi die Fertigung in Brasilien wieder hochfahren. Im Jahr 2015 wolle Audi dort nach mehrjähriger Unterbrechung die Herstellung von A3-Modellen fortsetzen.

          Audi-Einkaufsvorstand Bernd Martens bestätigte das Investitionsvorhaben nach einem Treffen mit Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff in der Hauptstadt Brasilia. Die Regierung hat Autobauern Investitionen durch steuerliche Vergünstigungen schmackhaft gemacht. Die brasilianische Volkswagen-Tochtergesellschaft wollte sich zu dem Investitionsvorhaben zunächst nicht äußern.

          Audi gegen BMW

          Audi will die Expansion im Ausland forcieren, um Rivale BMW die Spitzenposition im weltweiten Premiummarkt streitig machen. BMW hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres eine Investition in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro in eine Fabrik im südbrasilianischen Bundesstaat Santa Catarina angekündigt. Die Produktion soll Ende des kommenden Jahres starten.

          Audi stoppte im Jahr 2006 seine Montagebänder in dem gemeinsam mit Volkswagen entwickelten Werk vor den Toren der Landeshauptstadt Paranas. Das Unternehmen hatte dort im Jahr 1999 mit der Herstellung des A3 begonnen.

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