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Große Investition : Daimler baut Batteriefabrik in China

So sieht es in Daimlers erster Batteriefabrik in Sachsen aus. Bild: Reuters

Der schwäbische Autohersteller investiert mehr als 600 Millionen Euro in ein neues Werk in China. Schon 2020 sollen die ersten Autos gebaut werden. Dabei helfen sollen auch Mitarbeiter aus Sachsen.

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          Daimler treibt das Geschäft mit Elektroautos in China massiv voran. Gemeinsam mit dem Partner BAIC investiert der Stuttgarter Konzern fünf Milliarden Renminbi (umgerechnet 655 Millionen Euro) in die Fertigung von Elektroautos und die Montage von Batterien in Peking. Die ersten vollelektrischen Autos sollen im Jahr 2020 in Peking vom Band laufen. Die Investitionsentscheidung wurde anlässlich des Besuchs des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Berlin in Anwesenheit der Bundeskanzlerin verkündet.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Hamburg.

          Die Batteriefabrik wird Teil des globalen Batterie-Produktionsverbunds, für den Daimler Investitionen von insgesamt einer Milliarde Euro angekündigt hat. Dazu gehört der seit 2010 bestehende Standort im sächsischen Kamenz, wo jüngst mit dem Bau einer zweiten Fabrik für 500 Millionen Euro begonnen wurde. Daimler plant, erfahrene Mitarbeiter aus Kamenz während der Aufbauphase des chinesischen Werks zur Unterstützung nach Peking zu schicken. Die Zellen für die Batterien in der neuen Fabrik werden aus China stammen.

          Zusammenarbeit mit BAIC-Tochtergesellschaft

          Bei Daimler ist die Rede davon, man wolle China als „Innovationshub der Automobilindustrie stärken“. Mit dieser Formulierung des für das China-Geschäft zuständigen Daimler-Vorstands Hubertus Troska wird deutlich, dass der deutsche Autohersteller den Innovationsvorsprung nicht zwangsläufig im eigenen Land sieht, sondern China als dem größten Automarkt der Welt eine eigene Dynamik in der Elektromobilität beimisst.

          Die lokale Fertigung in China werde ausschlaggebend sein für den dortigen Erfolg, lautet die Einschätzung von Troska. Mercedes plant unter der Marke “EQ“ zehn voll elektrische Fahrzeugmodelle ab 2019 auf den Markt zu bringen, die sich an die traditionellen Baureihen (C-Klasse, E-Klasse und S-Klasse) anlehnen und in entsprechend großen Stückzahlen verkauft werden sollen. Gemeinsam mit BAIC werden heute schon seit 2005 Mercedes-Modelle in China montiert, mittlerweile gibt es auch eine Motorenfertigung in Peking. Das Werk ist flächenmäßig das größte Mercedes-Produktionswerk der Welt.

          Unterlegt wird die strategische Zusammenarbeit durch eine Beteiligung von Daimler an der BAIC-Tochtergesellschaft Beijing Elektric Vehicle Co. Ltd. (BJEV). Eine entsprechende Rahmenvereinbarung hatten Daimler und BAIC schon vor einem Monat bekannt gegeben.

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