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Größere Produktpalette : Audi investiert 22 Milliarden und baut viele neue Modelle

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Welcher Audi steckt unter der Abdeckung? Bis 2020 kommt da wohl noch so manche Überraschung zutage. Bild: dpa

Es ist das größte Investitionsprogramm in der Geschichte von Audi: Der Hersteller will 22 Milliarden in neue Modelle und den Produktionsverbund stecken. Aber das Mammutprojekt hat auch seine Schattenseiten.

          Audi plant eine großangelegte Modelloffensive: Der Autobauer will in den kommenden Jahren mit einem umfangreichen Investitionsprogramm seine Produktpalette erneuern und am Premiumautobauer BMW vorbeiziehen. Bis zum Jahr 2018 plant die Volkswagen-Tochtergesellschaft rund 22 Milliarden Euro in neue Modelle und den Produktionsverbund zu stecken. Davon soll mehr als die Hälfte auf die deutschen Standorte Ingolstadt und Neckarsulm entfallen.

          Die Produktpalette soll bis 2020 von aktuell 49 auf 60 verschiedene Modelle anwachsen. Neben neuen Modellen solle auch Geld in die Fortentwicklung alternativer Antriebskonzepte und in Vorrichtungen für einen niedrigeren Schadstoffausstoß fließen.

          Von der gesamten Investitionssumme entfallen 16 Milliarden Euro auf Sachinvestitionen, die verbliebene Summe auf Entwicklungskosten. Audi zufolge ist es das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte. „Wir hatten 1,5 Millionen Auslieferungen pro Jahr bis 2015 als Ziel ausgegeben, wir haben es aber schon in 2013 komfortabel erreicht“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler. Der nächste Meilenstein seien Verkäufe von zwei Millionen Fahrzeugen, weshalb Audi auch bei den Investitionen „auf dem Gas“ bleibe.

          700 neue Azubis für Ingolstadt und Neckarsulm

          Auch der Stellenaufbau geht weiter: Im kommenden Jahr sollen rund 700 junge Leute in Ingolstadt und Neckarsulm ihre Ausbildung beginnen. Dank Übernahmegarantie können sie danach mit einer Festanstellung rechnen. Derzeit beschäftigt Audi rund 50.000 Mitarbeiter in Deutschland, den Großteil davon in Ingolstadt. Zahlreiche neue Arbeitsplätze sollen aber auch im Ausland entstehen - allein in Mexico mehr als 1000 im kommenden Jahr. Dort soll ab 2016 der Geländewagen Q5 gebaut werden.

          Die hohen Investitionen lasten allerdings auch auf der Ertragslage. Beim Blick auf die Zahlen der Volkswagen-Tochter zum dritten Quartal fällt auf, dass die Verkäufe zwischen Juli und September zwar deutlich stiegen. Der operative Gewinn schrumpfte jedoch auf 1,1 von 1,3 Milliarden Euro, die Marge auf 9,4 von 10,5 Prozent. Hohe Zukunftsinvestitionen machen momentan der gesamten Autobranche zu schaffen.

          Die Muttergesellschaft Volkswagen hatte Ende November schon ihre Investitions-Pläne für die kommenden Jahre vorgelegt. Bei den Wolfsburgern entfallen bis 2018 knapp 63,5 Milliarden Euro von der vorgesehenen Gesamtsumme von 84,2 Milliarden Euro auf Sachinvestitionen, fast 60 Prozent der Mittel will VW in Deutschland einsetzen.

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