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E-Mail des Konzern-Chefs : Google ändert nach Protesten Umgang mit Belästigungsvorwürfen

  • Aktualisiert am

Der Google-Chef Sundar Pichai in Mountain View, Kalifornien Bild: AP

„Uns ist klar, dass wir etwas ändern müssen“, sagt Google-Chef Pichai und reagiert damit auf den Streik Tausender Mitarbeiter. Google soll Vorwürfe zu sexueller Belästigung nicht ernst genommen haben. Damit soll jetzt Schluss sein.

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          Google-Chef Sundar Pichai hat einen Plan für ein konsequenteres Vorgehen gegen sexuelle Belästigung innerhalb des Unternehmens umrissen. Dazu gehört, dass künftig in transparenterer Form mit derartigen Beschwerden umgegangen werden und die mutmaßlichen Opfer mehr Hilfe bekommen sollen, wie Pichai in einer E-Mail an die Google-Beschäftigten mitteilte.

          „Wir räumen ein, dass wir in der Vergangenheit nicht alles richtig hinbekommen haben, und das tut uns aufrichtig leid“, erklärte Pichai in der E-Mail, die am Donnerstag an die Nachrichtenagentur AFP weitergeleitet wurde.

          Darin kündigte der Google-Chef unter anderem an, dass die Unternehmensleitung künftig konkreter über die Untersuchungen zu mutmaßlichem sexuellen Fehlverhalten informieren wolle. Auch sollten das Beschwerdeverfahren und das obligatorische Training der Mitarbeiter gegen derartige Übergriffe verbessert werden.

          Weltweiter Streik mit 20.000 Mitarbeitern

          Insgesamt rund 20.000 Mitarbeiter des Internetriesen hatten vor einer Woche in weltweit etwa 50 Städten mit vorübergehenden Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen gegen sexuelle Übergriffe protestiert. Die Organisatoren warfen der Konzernleitung vor, nicht energisch genug dagegen vorzugehen.

          Wenige Tage vor den Protesten hatte Pichai mitgeteilt, dass in den vergangenen zwei Jahren 48 Mitarbeiter wegen Übergriffsvorwürfen entlassen worden seien. Zuvor hatte die „New York Times“ mehrere mutmaßliche Fälle von sexueller Drangsalierung durch Google-Angestellte enthüllt und dem Unternehmen vorgeworfen, solche Vorfälle unter den Teppich zu kehren.

          Für besonderes Aufsehen sorgte der Fall von Andy Rubin, dem Schöpfer des Smartphone-Betriebssystems Android. Er hatte Google 2014 verlassen – laut „New York Times“ wegen sexuellen Fehlverhaltens. Das Blatt berichtete, dennoch habe das Unternehmen für Rubin ein Abfindungspaket im Wert von 90 Millionen Dollar (79 Millionen Euro) geschnürt. Rubins Sprecher wies die Übergriffsvorwürfe zurück.

          Pichai sagte in der vergangenen Woche in einem Interview der „New York Times“, sein Unternehmen habe bereits in den vergangenen Jahren eine „sehr harte Linie“ gegenüber unangemessenem Verhalten eingeführt. Diese sei aber nicht immer richtig umgesetzt worden.

          Insgesamt rund 20.000 Mitarbeiter des Internetriesen hatten vor einer Woche in weltweit etwa 50 Städten mit vorübergehenden Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen gegen sexuelle Übergriffe protestiert.
          Insgesamt rund 20.000 Mitarbeiter des Internetriesen hatten vor einer Woche in weltweit etwa 50 Städten mit vorübergehenden Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen gegen sexuelle Übergriffe protestiert. : Bild: AP

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