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Isoliertes Wüstenemirat : Milchkühe für Qatar

Eine durchschnittliche Kuh wiegt fast 600 Kilogramm. Bild: dpa

Die Isolation Qatars treibt kuriose Blüten: Um die Milch-Knappheit zu lindern, lässt ein qatarischer Geschäftsmann nun 4000 Kühe einfliegen. Das geht aber nicht so einfach.

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          Der Konflikt zwischen mehreren arabischen Staaten und Qatar hat nun auch zu einer regelrechten Milchkrise im Emirat geführt. Frischmilch wird knapp. Um die Situation zu entspannen, hat ein qatarischer Geschäftsmann nun angekündigt, rund 4000 Kühe aus Amerika und Australien einzuführen. Die durchschnittlich fast 600 Kilogramm schweren Tiere würden mit 60 Flügen in den Wüstenstaat transportiert, sagte Moutaz Al Khayyat, Vorstandschef von Power International Holding, dessen Hauptgeschäft im Bau von Einkaufszentren liegt.

          Ende des Monats soll die Milchproduktion starten

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Fünfzig Kilometer nördlich von Doha hat er auch einen landwirtschaftlichen Betrieb. „Jetzt ist es an der Zeit, für Qatar zu arbeiten“, sagte Khayyat gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Bis vor einer Woche kam die Milch für die gut zwei Million Qataris hauptsächlich aus Saudi-Arabien. Doch die Saudis und zwei Verbündete haben nun eine Blockade gegen Qatar begonnen, dem sie die Finanzierung und Unterstützung von terroristischen islamistischen Gruppen vorwerfen.

          Die Blockade hat schnell zu einer Lebensmittelknappheit geführt. Iran ist mit tonnenweisen Flugzeug-Lieferungen von Obst und Gemüse eingesprungen, die Türkei will Milchprodukte schicken. Die Rinder der Holstein-Rasse sollen schon bald eintreffen, sagte Al Khayyat. Ende des Monats soll die Milchproduktion starten.

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