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Korruptionsvorwürfe : Goldman Sachs in malaysischen Milliardenskandal involviert

Tim Leissner mit Freundin Kimora Lee: Er soll der Drahtzieher illegaler Geschäfte sein. Bild: ddp Images

Die Bank wollte sich nach der Finanzkrise bessern: Nun erreicht der Milliardenskandal in Malaysia das Geldhaus – Geldwäsche und Bestechung lauten die Vorwürfe.

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          Die Schlinge zieht sich zu. Und immer mehr Hälse stecken darin: auch Spitzenkräfte der Investmentbank Goldman Sachs. Es geht um Geschäfte in Malaysia, um gestohlene Milliarden und Models, Minister, Manager und schlechte Manieren. Seit Malaysia nach dem Wechsel der Regierung den Mega-Betrugsfall um den Staatsfonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB) aufarbeitet, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Goldman in die Schlagzeilen geriete. Nun ist es so weit. Denn Manager des Geldhauses, das rund um die Erde Regierungen berät und mit früheren Spitzenkräften Ministerposten besetzt, sollen sich an den Betrügereien beteiligt haben, auch um sich lukrative Mandate zu verschaffen. Dies haben Staatsanwälte in New York nun als Anklageschriften zu Papier gebracht.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Im Mittelpunkt der malaysischen Malaise steht der chinesischstämmige Low Taek Jho – Bewunderern, Geschäftspartnern, Stars und Sternchen nur als Jho Low bekannt. Er soll den mit Steuergeld finanzierten Fonds in gewaltigen, erdumspannenden Transaktionen um mindestens 2,7 Milliarden Dollar erleichtert haben. Finanziert wurde damit nicht nur seine Luxusyacht, die sich Malaysia inzwischen zurückgeholt hat, sondern auch der Hollywood-Film „The Wolf of Wall Street“. Zu seinen Gefährten zählten der Schauspieler Leonardo DiCaprio und das Model Miranda Kerr, die schon einmal auf seiner Yacht Urlaub machte und später Schmuck im Wert von 8 Millionen Dollar zurückgab.

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