https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/goldman-sachs-moechte-zwei-europa-zentralen-haben-15301523.html

Nach dem Brexit : Goldman Sachs möchte zwei Europa-Zentralen haben

  • Aktualisiert am

Lloyd Blankfein ist Vorstandsvorsitzender von Goldman Sachs. Bild: dpa

Weil die Briten aus der EU austreten, zieht die Investmentbank Goldman Sachs Person aus London ab. Der Chef möchte seine Mitarbeiter aber wählen lassen zwischen zwei Standorten.

          1 Min.

          Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs strebt nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zwei Hauptsitze in Europa an. Die Mitarbeiter dürften sich aussuchen, ob sie von London nach Frankfurt oder nach Paris gehen wollten, sagte Bankchef Lloyd Blankfein der französischen Zeitung „Le Figaro“ an diesem Montag.

          Es sollten auch neue Mitarbeiter eingestellt werden. Zahlen nannte Blankfein nicht. „Wir werden aber nicht nur eine Zentrale haben, sondern zwei - Frankfurt und Paris.“ Er könne sich vorstellen, dass viele Amerikaner aus verschiedenen Gründen Paris Frankfurt vorziehen würden.

          Derzeit beschäftigt Goldman in London ungefähr 6000 Mitarbeiter. Für viele Banken ist die britische Hauptstadt ihr Hauptsitz in Europa. Nach dem Brexit brauchen sie aber eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem Land der Europäischen Union, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu können.

          Noch lieber wäre es dem Goldman-Chef übrigens, wenn die Briten am Ende doch nicht aus der EU austräten. Über den Kurznachrichtendienst Twitter regte er unlängst an, im Vereinigten Königreich ein zweites Referendum abzuhalten angesichts einer so „monumentalen“ Frage.

          Weitere Themen

          Gefangen in der Endlosschleife

          Unternehmen in China : Gefangen in der Endlosschleife

          Nicht nur die Chinesen protestieren gegen die ewige Null-Covid-Politik, die deutschen Unternehmen klagen ebenfalls. Nach VW räumt nun auch Mercedes gegenüber der F.A.Z. Probleme in Produktion und Verkauf ein.

          Topmeldungen

          Altbekannte und sehr ungewöhnliche Bilder aus China: Demonstranten in Chengdu. In der Stadt befindet sich auch ein Volkswagenwerk.

          Unternehmen in China : Gefangen in der Endlosschleife

          Nicht nur die Chinesen protestieren gegen die ewige Null-Covid-Politik, die deutschen Unternehmen klagen ebenfalls. Nach VW räumt nun auch Mercedes gegenüber der F.A.Z. Probleme in Produktion und Verkauf ein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.