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Goldman Sachs : Jeden Tag 25 Millionen Dollar Gewinn

  • -Aktualisiert am

Niemals weniger als 25 Millionen Dollar pro Tag: Die Händler von Goldman Sachs haben hohe Gewinne eingefahren Bild: REUTERS

Einen überraschend hohen Gewinn haben die Händler der amerikanischen Bank Goldman Sachs im ersten Quartal eingefahren. Das Geld kann die Bank angesichts einer Milliardenklage gut gebrauchen.

          Die Wertpapierhändler der amerikanischen Bank Goldman Sachs haben im ersten Quartal des Jahres erstmals an jedem Börsentag Gewinn gemacht. Wie aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht hervorgeht, haben die Händler an 35 Tagen jeweils mehr als 100 Millionen Dollar eingenommen.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          An den übrigen Tagen waren es niemals weniger als 25 Millionen Dollar. In der Regel verlieren auch Händler von Goldman Sachs, deren Handelssparte in den vergangenen Jahren den größten Anteil zu den Gesamterträgen beigesteuert hatte, an einigen Tagen.

          Hohe Kosten für die juristische Auseinandersetzung

          Goldman Sachs hatte für das Quartal insgesamt einen überraschend hohen Gewinn von 3,5 Milliarden Dollar ausgewiesen. Trotz dieser Resultate steht der Kurs der Aktie unter Druck, seit die Börsenaufsicht SEC die Bank vor dreieinhalb Wochen wegen Betrugs verklagt hat (siehe auch Amerika gegen Goldman Sachs). Goldman soll Kunden bei einer komplexen Transaktion wichtige Informationen vorenthalten haben. Von dem Schaden, der auf rund eine Milliarde Dollar geschätzt wird, ist auch die deutsche Bank IKB betroffen.

          Börsianer fragen sich, wie die Klage das eigentliche Geschäft von Goldman beeinflusst. Die Bank rechnet mit hohen Kosten für die juristische Auseinandersetzung. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, harrten Kunden der Investmentbank trotz der gestiegenen Belastung durch die öffentliche Kritik aus. Man könne allerdings nicht quantifizieren, ob Geschäft an Konkurrenten abgeflossen sei. „Sie hören keinen Anruf, den Sie nicht bekommen“, sagte Blankfein auf der jüngsten Hauptversammlung.

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