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Goldman Sachs-Chef Fink : „Klimaschutz ist hochprofitabel“

  • -Aktualisiert am

„London bleibt der dominante Marktplatz in Europa, auch wenn Großbritannien jetzt nicht mehr in der EU ist“, sagt Investmentbanker Wolfgang Fink. Bild: Frank Röth

Wolfgang Fink leitet die Europa-Zentrale der legendären Bank Goldman Sachs. Im Interview spricht der 53-jährige Österreicher über grüne Banker, Superreiche und die Zweitklassigkeit des Finanzplatzes Frankfurt.

          7 Min.

          Herr Fink, Manager überbieten sich neuerdings als Klimaschützer: Ist das grüner Populismus oder ernst gemeint?

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Aktuell rückt die mediale Debatte die Sorge um das Klima in den Fokus der Öffentlichkeit. Ich denke aber, dass die Erkenntnis einer fundamentalen Veränderung bei den Wirtschaftsführern schon länger besteht.

          Der weltgrößte Investor, Blackrock-Chef Larry Fink, warnt vor gewaltigen Vermögensverschiebungen: Kohlekraftwerke und Ähnliches werden wertlos, anderes steigt immens im Preis. Wie schätzen Sie das als Investmentbanker ein?

          Am Ende verfolgen wir einen ähnlichen Ansatz. Unsere Disziplin ist die Ökonomie. Wer CO2-Emissionen reduzieren will, muss ihnen einen Preis geben, etwa über Steuern oder Zertifikate. Einige Vermögensgegenstände werden dadurch an Wert verlieren oder relativ gesehen teurer werden. Gleichzeitig entstehen aber auch eine Vielzahl neuer Anlagemöglichkeiten. Unsere Aktienstrategen sprechen beim Thema Nachhaltigkeit sogar von der größten Investitionsgelegenheit der nächsten 20 bis 30 Jahre.

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