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GM, Ford & Co. : Amerikas Automarkt boomt ohne Volkswagen

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Volkswagen Hoffnungsträger für Amerika: Der Tiguan verkaufte sich im Februar deutlich besser als vor einem Jahr. Bild: dpa

Autohersteller haben in Amerika gerade den besten Februar seit 15 Jahren hinter sich. Für deutsche Konzerne fällt die Bilanz aber gemischt aus.

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          Der amerikanische Automarkt boomt, doch Volkswagen bleibt weiter außen vor. Europas größter und unter einem Abgasskandal leidende Hersteller verkaufte im Februar deutlich weniger Autos in den Vereinigten Staaten - minus 13 Prozent und damit nur etwas mehr als 22.000 Fahrzeuge.

          Insgesamt verkaufte die Branche etwa acht Prozent mehr Autos in der größten Volkswirtschaft der Welt. Dies war außerdem der beste Februar seit 15 Jahren gewesen.

          Porsche plus, BMW minus

          Nach dem Rekordjahr 2015 auf dem amerikanischen Markt und deutlichen Zuwächsen im Januar waren viele Analysten davon ausgegangen, dass der Höhepunkt allmählich erreicht sei. Doch eine Abkühlung zeichnet sich bislang nicht ab.

          Die Rahmenbedingungen bleiben günstig: Benzin und Kredite kosten wenig, der Arbeitsmarkt floriert und die Löhne steigen. „Die Verbraucher sind zwar weiter insgesamt vorsichtig, aber immerhin zuversichtlich genug, sich ein Auto leisten zu können“, erläuterte Analyst Sam Bullard von der Bank Wells Fargo.

          Rund zehnmal so viele Wagen wie Volkswagen verkaufte Amerikas Marktführer General Motors (GM), der allerdings einen Rückgang von 1,5 Prozent verbuchte. Hintergrund seien deutlich geringere Auslieferungen an Autovermietungsfirmen.

          Ansonsten gab es überwiegend kräftige Zuwächse: Der zweitgrößte amerikanische Hersteller Ford schaffte ein Plus von 20 Prozent, Toyota verkaufte vier Prozent mehr und Fiat Chrysler knapp zwölf Prozent. Sowohl von Chrysler als auch von Ford waren vor allem Geländewagen und Pickup-Trucks gefragt. Auch Volkswagen konnte mit einem sogenannten SUV punkten: Der Tiguan wurde mehr als 3000 Mal verkauft, ein Plus von 78 Prozent.

          Durchwachsen fiel die Bilanz der deutschen Hersteller aus. Die Marke BMW setzte fast elf Prozent weniger ab. Mercedes-Benz fuhr ein Minus von 0,5 Prozent ein. Dagegen erzielte die Volkswagen-Tochtergesellschaft Audi ein Wachstum von gut zwei Prozent und Porsche einen Zuwachs von immerhin elf Prozent.

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