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Autokonzern : GM investiert in Opel weitere 500 Millionen Euro

GM-Chefin Mary Barra Bild: AFP

In Rüsselsheim ist heute GM-Chefin Mary Barra zu Besuch. Dort kündigt sie die Produktion eines neuen SUV an. Auch Eisenach bekommt eine dritte Schicht und die ganze Marke neue Motoren und Getriebe.

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          Der amerikanische Autokonzern General Motors stärkt seiner deutschen Tochtergesellschaft Opel mit erheblichen zusätzlichen Investitionen den Rücken. Mary Barra, die Vorstandsvorsitzende von GM, kündigte zu Besuch am Opel-Stammsitz im hessischen Rüsselsheim Investitionen in die Produktion einer neuen Motoren- und Getriebefamilie an. Damit fließen in die Werke in Rüsselsheim, Kaiserslautern und im polnischen Tichy insgesamt mehr als 500 Millionen Euro. Sie bekräftigte zudem den Plan, dass in Rüsselsheim zum Ende dieses Jahrzehnts ein zusätzliches, völlig neues Modell vom Band laufen wird. Dabei soll es sich um ein sogenanntes „Sports Utility Vehicle“ (SUV) handeln.

          „Dieses SUV wird ein zweites Flaggschiff der Marke neben dem Insignia“, wird Barra in der Pressemitteilung von Opel zitiert. Dafür werden weitere rund 245 Millionen Euro in Rüsselsheim investiert, was aber zuvor schon angekündigt worden war. „Opel ist von hoher strategischer Bedeutung für GM“, bekräftigte Barra. Die Marke habe erfolgreich damit begonnen, 27 neue Modelle und 17 neue Motoren vorzustellen. Die zusätzlichen Investitionen seien ein Bekenntnis von GM zu Opel, zu Deutschland und zu Europa. Für Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sind diese Worte eine willkommene Rückenstärkung, denn bisher ist längst nicht jeder davon überzeugt, dass er die Wende des kriselnden Autoherstellers zum Besseren nachhaltig schaffen wird.

          Weil Opel in dieser Hinsicht deshalb noch immer ein besonderes Unternehmen ist, legten sowohl Neumann als auch Barra Wert auf die Feststellung, die Entscheidungen im „konstruktiven Dialog“ mit den Arbeitnehmervertretern gefällt zu haben. Das nämlich war seinerzeit beim Beschluss für die Schließung des Werks in Bochum nicht der Fall. Am 5. Dezember soll der letzte Opel aus Bochum vom Band rollen. Nach mehr als 52 Jahren endet damit in der Ruhrgebietsstadt die Autoproduktion. Andere Werke hingegen dürfen sich freuen. Denn Neumann gab auch bekannt, dass im Opel-Werk in Eisenach ab Mitte des Jahres 2015 eine dritte Schicht eingeführt wird. Grund dafür sei die hohe Nachfrage nach den dort produzierten Modellen Corsa und Adam. Von der neuen Generation des Corsa seien schon vor der eigentlichen Markteinführung mehr als 45.000 Stück bestellt worden.

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