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Nur 6 Prozent : Gläubiger erhalten bei Insolvenzen fast nichts zurück

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Nicht immer klappt es mit der Sanierung. Im Fall der Fluglinie Germania scheiterte die Insolvenz in dieser Woche. Bild: dpa

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sinkt seit Jahren und erreicht dieses Jahr einen neuen Tiefpunkt. Für Gläubiger ist das nur bedingt Grund zur Freude.

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          Gläubiger bleiben bei Firmenpleiten auf dem größten Teil ihrer Forderungen sitzen. Bei Insolvenzverfahren in Deutschland, die im Jahr 2010 eröffnet und bis Ende 2017 beendet wurden, erhielten sie durchschnittlich 6,2 Prozent zurück. Noch geringer ist diese sogenannte Deckungsquote bei Insolvenzen von Verbrauchern, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Hier lag sie bei lediglich 2,0 Prozent. Bei allen Insolvenzen zusammen mussten die Gläubiger auf 96 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Insgesamt mussten sie bei Firmenpleiten in dem genannten Zeitraum Verluste in Höhe von knapp sieben Milliarden Euro verkraften. Bei Verbraucherinsolvenzen summierten sie sich auf rund 4,1 Milliarden Euro.

          Von den etwa 106.300 Insolvenzverfahren von Verbrauchern, die im Jahr 2010 eröffnet wurden, konnten bis Ende 2017 98 Prozent beendet werden, bei den Unternehmen waren es 82 Prozent der 23.500 Verfahren. 941 der insolventen Unternehmen wurden erfolgreich saniert, dabei wurden 11.827 Arbeitsplätze gesichert.

          Besonders häufig habe es einen Sanierungserfolg bei Insolvenzverfahren mit hohen Forderungssummen gegeben, berichtet das Statistische Bundesamt. So hätten beispielsweise bei Verfahren mit Forderungen ab fünf Millionen Euro 23,8 Prozent der Unternehmen saniert werden können. Sehr geringen Sanierungserfolg hätten dagegen Verfahren mit niedrigen Forderungen gehabt: Nur bei 1,5 Prozent der Unternehmen mit Forderungen unter 50.000 Euro sei eine Sanierung erfolgt.

          Im Jahr 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 19.302 Unternehmensinsolvenzen und damit 3,9 Prozent weniger als im Jahr 2017. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen hatte es zuletzt im Krisenjahr 2009 gegeben. Damals hatten die Insolvenzen im Vergleich zum Jahr 2008 um 11,6 Prozent zugenommen.

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