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Gewinn sinkt : Deutsche Bank räumt mehr Geld für Rechtsstreite ein

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die Deutsche Bank hat mit vielen Affären zu tun. Für Prozesse in Amerika räumt sie jetzt 600 Millionen Euro zusätzlich als Sicherheit ein.

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          Klagen in den USA kommen die Deutsche Bank teurer zu stehen als bislang gedacht. Die größte deutsche Bank muss 600 Millionen Euro mehr für Rechtsstreitigkeiten zurückstellen als noch Ende Januar angenommen. Das schlägt im Jahresabschluss für 2012 zu Buche.

          Dabei geht es um Prozesse im Zusammenhang mit Hypothekenkrediten, wie die Bank mitteilte. Hypothekenkredite standen im Zentrum der amerikanischen Finanzkrise. Die Bank wird nach eigenen Angaben zudem durch Untersuchungen der Regulierer belastet, die mit den Rechtsstreits über Hypothekenkredite nichts zu tun hätten.

          Es ist nicht das einzige Problem, das die Bank derzeit mit ihren Formalien hat: Sie beruft auch eine außerordentliche Hauptversammlung ein, weil Beschlüsse der Hauptversammlung vom vergangenen Jahr angefochten worden sind.

          Nach Steuern schlägt die neue Rückstellung mit rund 400 Millionen Euro zu Buche. So blieben 2012 unter dem Strich nur magere 291 Millionen Euro Gewinn übrig und damit 93 Prozent weniger als 2011, wie die Deutsche Bank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

          Zudem drücken die höheren Rückstellungen auf die wichtigen Kapitalquoten. Bis Ende des laufenden ersten Quartals will der Dax-Konzern dies aber wieder ausgeglichen haben.

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