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Lufthansa-Tochter : Germanwings-Piloten drohen mit Streik am Freitag

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Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings drohen mit Streik. Bild: dpa

Im Tarifstreit der Lufthansa erhöhen die Piloten den Druck: Sollten die Verhandlungen an diesem Donnerstag ergebnislos bleiben, wollen die Piloten der Konzern-Tochter Germanwings am Freitag streiken.

          Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings wollen an diesem Freitag streiken, wenn die für den heutigen Donnerstag geplanten Verhandlungen mit dem Konzern ergebnislos verlaufen. Das teilte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Donnerstagmorgen in Frankfurt mit. Bestreikt werden sollten dann am Freitag alle Germanwings-Flüge zwischen 6.00 und 12.00 Uhr an allen deutschen Flughäfen. Die Lufthansa bedauerte die Drohung. „Welche Auswirkungen das für die heute angesetzten Gespräche hat, müssen wir prüfen“, sagte eine Sprecherin des Konzerns.

          Im Tarifstreit mit den Piloten hatten sich beide Seiten zuletzt darauf verständigt, an diesem Donnerstag wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Über Ort und Uhrzeit ist Stillschweigen vereinbart worden. Die Gewerkschaft hatte allerdings an ihren Planungen für Arbeitskampfmaßnahmen festgehalten, ohne jedoch ein konkretes Datum zu nennen.

          Für die Verhandlungen erwartet die VC die Korrektur der vom Management bislang erhobenen tiefgreifenden Forderungen, wie die Gewerkschaft weiter mitteilte. „Sollte eine Einigung erfolgen, wird es selbstverständlich auch nicht zum Streik kommen.“ Man bedauere mögliche Unannehmlichkeiten für die Kunden der Germanwings.

          Der Tarifstreit bei Europas größter Airline dreht sich um die Übergangsrente für die 5400 Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo. Cockpit hatte die Verhandlungen in der vergangenen Woche für gescheitert erklärt und Streiks angekündigt.

          Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens hatte der VC angeboten, einen gemeinsamen Verhandlungsprozess festzuschreiben, an dessen Ende eine fest vereinbarte Schlichtung stehen könnte. Die bisherigen Regelungen zur Übergangsversorgung sollen bis 2016 beibehalten werden, um Zeit für eine Lösung zu haben. Einen Fahrplan für Tarifgespräche für das Kabinenpersonal hatte die Lufthansa jüngst mit der Gewerkschaft UFO vereinbart.

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