https://www.faz.net/-gqe-8v2jb

Internetunternehmer : Gericht bestätigt Auslieferungsurteil gegen Kim Dotcom

  • Aktualisiert am

Kim Dotcom (unser Bild stammt aus dem Oktober 2015) lebt in Neuseeland und kämpft darum, nicht an die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden. Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten wollen ihn, nun hat die nächste Instanz in Neuseeland entschieden: Der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom darf übergeben werden. Die Anwälte wollen in Berufung gehen.

          1 Min.

          Der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom hat im Widerstand gegen seine drohende Auslieferung an die Vereinigten Staaten einen weiteren Rückschlag erlitten: Ein Gericht in der neuseeländischen Stadt Auckland bestätigte an diesem Montag eine Entscheidung der Vorinstanz, wonach der 43 Jahre alte Unternehmer den amerikanischen Behörden übergeben werden darf. Sein Anwalt kündigte umgehend an, auch das jüngste Urteil anzufechten. Die Entscheidung sei „äußerst enttäuschend“.

          Ermittler werfen Dotcom vor, mit der inzwischen geschlossenen Tauschbörse Megaupload die Film- und Musikbranche um Einnahmen in Höhe einer halben Milliarde Dollar gebracht zu haben. Seine Anwälte argumentieren dagegen, Megaupload sei ein Internetdienstleister gewesen und rechtlich nicht dafür verantwortlich, welche Dateien Kunden hochlüden.

          In den Vereinigten Staaten werden Dotcom, der mit bürgerlichem Namen Kim Schmitz heißt, mehrere Dinge vorgeworfen: Es geht um unter anderem um Urheberrechtsverletzungen und Geldwäsche.

          Februar 2017 : Kim Dotcom darf nach Amerika ausgeliefert werden

          Weitere Themen

          Weltbank warnt vor akuter Bildungskrise

          Corona-Pandemie : Weltbank warnt vor akuter Bildungskrise

          Als direkte Folge der Corona-Pandemie werde der Anteil zehnjährigen Kinder, die einen einfachen Text nicht lesen und verstehen können, möglicherweise auf fast 70 Prozent steigen, warnt die multinationale Entwicklungsbank.

          Topmeldungen

          Karl Lauterbach (SPD), designierter Bundesminister für Gesundheit

          Künftiger Gesundheitsminister : Lauterbachs Fehler

          Karl Lauterbach ist qualifiziert für das Amt des Gesundheitsministers, doch seine Kompetenz könnte ihm in der Pandemiezeit im Wege stehen – denn ein Minister muss delegieren, also loslassen können.