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Internetunternehmer : Gericht bestätigt Auslieferungsurteil gegen Kim Dotcom

  • Aktualisiert am

Kim Dotcom (unser Bild stammt aus dem Oktober 2015) lebt in Neuseeland und kämpft darum, nicht an die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden. Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten wollen ihn, nun hat die nächste Instanz in Neuseeland entschieden: Der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom darf übergeben werden. Die Anwälte wollen in Berufung gehen.

          Der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom hat im Widerstand gegen seine drohende Auslieferung an die Vereinigten Staaten einen weiteren Rückschlag erlitten: Ein Gericht in der neuseeländischen Stadt Auckland bestätigte an diesem Montag eine Entscheidung der Vorinstanz, wonach der 43 Jahre alte Unternehmer den amerikanischen Behörden übergeben werden darf. Sein Anwalt kündigte umgehend an, auch das jüngste Urteil anzufechten. Die Entscheidung sei „äußerst enttäuschend“.

          Ermittler werfen Dotcom vor, mit der inzwischen geschlossenen Tauschbörse Megaupload die Film- und Musikbranche um Einnahmen in Höhe einer halben Milliarde Dollar gebracht zu haben. Seine Anwälte argumentieren dagegen, Megaupload sei ein Internetdienstleister gewesen und rechtlich nicht dafür verantwortlich, welche Dateien Kunden hochlüden.

          In den Vereinigten Staaten werden Dotcom, der mit bürgerlichem Namen Kim Schmitz heißt, mehrere Dinge vorgeworfen: Es geht um unter anderem um Urheberrechtsverletzungen und Geldwäsche.

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