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Geplante Übernahme : Wird der Grüne Punkt doch nicht verkauft?

  • Aktualisiert am

Mit Müll lässt sich einiges verdienen. Bild: dpa

Remondis will die Recyclingfirma DSD mit der Marke „Der Grüne Punkt“ übernehmen. Der entsprechende Vertrag ist längst unterzeichnet. Doch jetzt könnte das Bundeskartellamt dazwischen funken.

          Das Bundeskartellamt hat Bedenken gegen die geplante Übernahme des Verpackungsmüllentsorgers Duales System Deutschland (DSD) mit der Marke „Der Grüne Punkt“ durch Remondis geäußert. Nach dem bisherigen Ermittlungsergebnis beabsichtige die Behörde, das Vorhaben der Unternehmen zu untersagen, teilten die Wettbewerbshüter am Montag mit.

          Remondis und DSD hätten nun zwei Wochen Zeit, Stellung zu nehmen. „Nach vorläufiger Bewertung würde die Übernahme von DSD durch Remondis zu einer Behinderung des Wettbewerbs bei den dualen Systemen in Deutschland führen“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Zu befürchten wären höhere Kosten für DSD-Wettbewerber, erhebliche Marktanteilsgewinne von DSD und höhere Preise auf dem Markt für duale Systeme.

          Keine Angaben zum Preis

          Die Unternehmen hatten Ende September einen Vertrag unterzeichnet, wonach der Remondis-Konzern 100 Prozent der Anteile übernehmen soll. Zum Preis hatten sie sich nicht geäußert. Die Finanzinvestoren H.I.G. Capital und Bluebay wollen sich seit längerem von ihren Anteilen an DSD trennen. Sie halten zusammen 80 Prozent an dem Unternehmen, der Rest gehört dem Management.

          Remondis hatte darauf verwiesen, dass der Markt, auf dem auch ausländische Konzerne wie Suez und Veolia aktiv sind, hart umkämpft sei. Der einstige Marktführer DSD habe unter anderem durch den Eintritt neuer Wettbewerber gut Dreiviertel seines früheren Umsatzes von gut zwei Milliarden Euro verloren.

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