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Biotech-Konzern : Geplante Partnerschaft mit Novartis beflügelt Morphosys

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Eingang des Morphosys-Stammsitzes in Martinsried bei München. Bild: Morphosys

Morphosys und Novartis wollen in Zukunft gemeinsame Sache machen. An der Börse stößt das auf viel Anklang.

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          Das deutsche Biotechunternehmen Morphosys hat eine Partnerschaft mit dem Schweizer Pharmariesen Novartis vereinbart. Ziel sei die Entwicklung und Vermarktung eines Antikörpers zur Behandlung von Neurodermitis, wie die Firma am Donnerstag mitteilte. Der Lizenzvertrag wurde zusammen mit dem belgischen Biotechunternehmen Galapagos unterzeichnet, mit dem Morphosys den Antikörper entwickelt hat.

          Novartis erhält nun exklusiv alle Rechte zur Vermarktung der Produkte, die sich aus der Partnerschaft ergeben und wird alle künftigen Kosten tragen. Morphosys und Galapagos werden zudem eine Vorauszahlung von 95 Millionen Euro, Meilensteinzahlungen von bis zu etwa 850 Millionen Euro sowie Umsatzbeteiligungen von Novartis erhalten. Die Zahlungen teilen sich die beiden Firmen zur Hälfte auf.

          Der Antikörper mit dem Namen MOR106 befindet sich derzeit in der zweiten von drei Phasen der klinischen Erprobung bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis. Morphosys und Galapagos hoffen, dass der Antikörper auch bei weiteren Indikationen eingesetzt werden kann.

          MORPHOSYS

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          Kartellbehörde muss noch zustimmen

          An der Börse legten Morphosys-Aktien zu und waren mit einem Plus von mehr als drei Prozent größter Gewinner im Technologieindex TecDax. Dabei konnte die Biotechfirma noch mit einer weiteren Nachricht punkten: Von Bayer erhält Morphosys eine Meilensteinzahlung über vier Millionen Euro aus einer Allianz der beiden Firmen für den Start einer Phase-II-Studie mit einer Substanz zur Behandlung von chronischem Husten. 

          Die neue Partnerschaft beflügelt auch die Geschäftszahlen von Morphosys. Das Biotechunternehmen hob seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr an und rechnet nun mit einem deutlich geringeren Verlust. Für 2018 werde nun ein Umsatz von 67 bis 72 Millionen Euro und ein operativer Verlust (Ebit) von 55 bis 65 Millionen Euro erwartet, teilte die Firma am Donnerstag mit. Bislang war Morphosys bei einem Umsatz von 20 bis 25 Millionen Euro von einem Verlust von bis zu 120 Millionen Euro ausgegangen. Voraussetzung ist allerdings die Zustimmung der amerikanischen Kartellbehörden zu der Allianz.

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