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Medizin- und Ölsparte verkauft : General Electric verkleinert sich weiter

  • Aktualisiert am

Was bleibt? GE-Logo an einem Werk in Westfrankreich. Bild: AFP

Es ist eine schwere Zeit für den einstigen amerikanischen Riesen GE. Zuletzt flog die Aktie sogar aus dem Dow Jones. Zur Sanierung soll jetzt einiges versilbert werden.

          Der amerikanische Industrieriese General Electric sucht mit einer Radikalkur den Weg aus der Krise. Im Zuge seiner Konzentration auf Luftfahrt und Energie will der Siemens-Rivale General Electric (GE) sein Medizingeschäft mit einem Umsatz von über 19 Milliarden Dollar abspalten. Nach der Ausgliederung der Transport-Sparte solle nun auch dieser Bereich eigenständig werden, teilte der Industriekonzern am Dienstag mit.

          Zudem solle in den kommenden zwei bis drei Jahren der 62,5-prozentige Anteil an dem Ölfeldausrüster Baker Hughes in „einem geordneten Verfahren“ abgestoßen werden. Der Öl- und Gasbereich von GE erzielte 2017 einen Umsatz von 17,23 Milliarden Dollar. Ziel ist, die Konzernstruktur zu verschlanken und die Schulden zu reduzieren.

          Ziel: 500 Millionen Dollar sparen

          „Wir werden unser Geschäft und unsere Bilanz weiter verbessern, wenn wir GE einfacher und stärker machen“, erklärte GE-Chef John Flannery. Er sprach von einem Meilenstein in der Geschichte der Industrieikone. GE werde durch die Einschnitte agiler und könne Schulden abbauen. Luftfahrt und Energie seien die Felder, die das größte Wachstum versprechen. Der Konzern rechnet mit Einsparungen von mindestens 500 Millionen Dollar bis zum Jahr 2020. Die
          Schulden sollen im gleichen Zeitraum um 25 Milliarden Dollar sinken.

          Erst am Montag hatte GE mitgeteilt, für 3,25 Milliarden Dollar sein Geschäft mit Gasmotoren und Geräten zur dezentralen Stromerzeugung an den Finanzinvestor Advent zu verkaufen. GE-Chef John Flannery steht unter dem Druck von Investoren, den Mischkonzern zu verschlanken, der nicht zuletzt im Energiegeschäft mit Umsatz- und Gewinnrückgängen kämpft.

          Die Probleme sind die schwerste Krise der 126-jährigen Unternehmensgeschichte. Wegen schwacher Ergebnisse und des Wertverfalls an der Börse flog der Konzern zuletzt auch aus dem amerikanischen Leitindex Dow Jones Industrial heraus, dessen Gründungsmitglied er war.

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