https://www.faz.net/-gqe-9bmko

Geldwäsche vorbeugen : Deutsche Bank rüstet auf im Kampf gegen Kriminelle

  • -Aktualisiert am

Auf gutem Weg? Eine Frankfurter Filiale der Deutschen Bank. Bild: Jan Huebner

Wenn Kunden die Bank für Geldwäsche missbrauchen, kann das teuer werden. Ein Franzose soll das bei der Deutschen Bank verhindern – und muss dafür auch die eigenen Mitarbeiter im Blick behalten.

          5 Min.

          Eine der wichtigsten Voraussetzungen für diese Stelle bringt Philippe Vollot schon einmal mit: Er liebt Detektivromane. Der 50 Jahre alte Franzose leitet seit Anfang 2017 die Bekämpfung von Finanzkriminalität in der Deutschen Bank und ist damit so etwas wie der Sheriff in Deutschlands größtem Kreditinstitut. Schließlich soll er dafür sorgen, dass Kunden keine kriminellen Machenschaften über die internationalen Netzwerke der Bank laufen lassen, dass sie kein Geld waschen und keine Terroristen finanzieren. Und nicht zuletzt, dass Mitarbeiter der Bank keine krummen Geschäfte mehr machen.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Denn all das kann richtig teuer werden, wie die Bank in den vergangenen Jahren selbst erfahren musste. In einem der bekanntesten Fälle von Geldwäsche sollen einige ehemalige Mitarbeiter der Bank in Moskau zwischen 2011 und 2015 russischen Kunden geholfen haben, über dubiose Aktiengeschäfte Rubel im Gegenwert von 10 Milliarden Dollar zu waschen. Auf rund 640 Millionen Euro summieren sich die Strafen und Vergleichszahlungen, welche die Bank bisher im Streit mit amerikanischen und englischen Aufsichtsbehörden für diesen Skandal berappen musste.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ein Gewehr des Waffenherstellers Haenel auf einer Fachmesse für Jagd, Schießsport, Outdoor und Sicherheit im Jahr 2019.

          Nachfolger des G36 : Ein Sturmgewehr namens „Sultan“

          Ein sehr kleiner Waffenfabrikant aus Thüringen soll die neue Standardwaffe der Bundeswehr bauen. Wie konnte ein Zwerg, der sich mit seiner frisierten NS-Vergangenheit brüstet, den Branchen-Goliath schlagen? Unser Autor hat sich in Suhl umgesehen.